Zum Tode verurteilte Nigerianerin freigesprochen!
- Richter fällen Entscheidung nach zweistündigen Beratungen
- 2. Fall: Wieder Nigerianerin zum Tod durch Steinigung verurteilt
Das islamische Berufungsgericht im nigerianischen Bundesstaat Sokoto hat Safiya Husaini freigesprochen! Sie war im Oktober von einem islamischen Gericht nach einer Vergewaltigung wegen "Ehebruch" verurteilt worden. Der Fall der fünffachen Mutter hatte weltweit Proteste ausgelöst. Nur wenige Minuten nach dem Freispruch ist bekannt geworden, dass ein anderes islamisches Gericht eine Frau wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt hat.
Amina Lawal sei bereits am Freitag von dem Gericht in Bakori im Bundesstaat Katsina verurteilt worden, sagten Vertreter des Bundesstaates der Nachrichtenagentur AFP.
Nach weltweiten Protesten freigesprochen!
Der Vorsitzende Richter Mohammed Tambari-Uthman sprach die 35-Jährige Safiya Husaini von allen Anklagepunkten frei. Die Richter hatten zuvor zwei Stunden lang beraten.
Husaini war im Oktober nach einer Vergewaltigung wegen Untreue zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Dagegen legte sie Berufung ein. Der Fall der fünffachen Mutter hat weltweit Proteste ausgelöst. Unter anderen forderte der Europarat eine Begnadigung Husainis. Insgesamt zwölf Bundesstaaten Nigerias führten in den vergangenen zwei Jahren die Scharia, das islamische Recht, wieder ein.
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