AUVA-Obmann Klomfar für GKK-Zusammenlegungen
- Gegen kolportierte Hauptverbandspläne
Gegen die kolportierten Pläne aus dem Hauptverband zur Sanierung der Krankenkassen wendet sich der Obmann der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), Helmut Klomfar. Stattdessen kann er sich mehr Selbstbehalte und eine Zusammenlegung von Gebietskrankenkassen vorstellen.
Konkret sprach Klomfar am Dienstag im Radio-"Morgenjournal" die GKKs von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland an. Angesichts der Pendlerproblematik sollte ein Consulter hier mögliche Synergieeffekte durchleuchten. Grundsätzlich meinte der AUVA-Obmann, dass man zwar sehr viel ausgabenseitig, aber auch einnahmenseitig zur Sanierung der Kassen machen sollte. Besser als Beitragserhöhungen wären seiner Ansicht nach aber Selbstbehalte.
Die von der Bundesregierung für nächstes Jahr geplante Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Unfallversicherung lehnt Klomfar entschieden ab. Dadurch würden der AUVA 14 Prozent der Einnahmen fehlen, die AUVA wäre dann auch im Minus, meinte der Obmann. Zuletzt hatte die AUVA noch einen Überschuss von 83,6 Millionen Euro erwirtschaftet.
Auch das Angebot des Sprechers der Geschäftsführung im Hauptverband, Josef Kandlhofer, von der Wiener Gebietskrankenkassa das Hanusch-Krankenhaus zu übernehmen, lehnte Klomfar ab. Da es sich dabei um ein Belegspital handle, passe es organisatorisch nicht zur AUVA.
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