Montag, 18. März 2002

Reizvolle Effekte durch das Spiel mit den Farben

  • Farben wirken: Orange steht für "Optimismus"
  • Die Schnittblumen-Ecke im eigenen Garten

An einem lauen Sommerabend mit Freunden im blühenden Garten sitzen - das ist wohl der Traum Vieler. Mit den anstrengenden Vorarbeiten für dieses Idyll müssen die Hobbygärtner aber schon jetzt beginnen. Der richtige Farbmix bis in den Herbst muss wohlüberlegt geplant werden. Wertvolle Experten-Tipps finden Sie bei Starkl, Ihrem Gärtner.

Das Spiel mit der Farbe kann besonders reizvoll sein. Mit den gerade im Sommer blühenden Zwiebel- und Knollengewächsen ergibt sich eine umfangreiche Gestaltungsvielfalt von bunt und abwechslungsreich wie ein Bauerngarten bis zu elegant Ton-in-Ton.

Besonders elegant: der "Mondschein-Garten"
Ein "Mondschein-Garten" ganz in edlem Weiß lässt sich mit Gladiolen, Dahlien oder Begonien gestalten. Weiß reflektiert das Licht besonders gut. Selbst in der Dämmerung fallen die Blüten noch auf, während die Farben Rot, Blau oder Violett schon verschwinden. Besonders elegant ist die Kombination aus weißen Rosen und Lilien. Die Blüten der Sterngladiole scheinen wie helle Schmetterlinge in der Dunkelheit zu schweben.

Ein Garten in zartes Rosa gehalten erscheint beruhigend und romantisch. Die bis zu 80 Zentimeter hohe Belladonna-Lilie aus Südafrika oder die fast einen Meter hohe Hakenlilie bieten besonders interessante Effekte. Dazu können zahlreiche Dahliensorten kombiniert werden.

Gelb garantiert Licht und Frische. Wegen der guten Fernwirkung kann diese Farbe in abgelegeneren Teilen des Gartens eingesetzt werden. Die gelbe Calla, die Ananasblume und die seltene Chinesische Laternenblume eignen sich besonders für Arrangements.

Orange steht für "Optimismus"
Orange sollten alle Hobbygärtner einsetzen, wenn sie mehr Optimismus im Garten haben wollen. Diese Mischfarbe verbindet die Helligkeit und Leuchtkraft von Gelb mit Wärme und dem Temperament von Rot. Bei Calla, Montbretien und Indischem Blumenrohr ist diese Farbe gut vertreten.

Rot wirkt besonders dynamisch und gibt mit Grün besonders reizvolle Kontraste. Durch die großen, auffallenden Blüten der Dahlien oder Edelgladiolen entsteht ein lebhafter Kontrast. Ist dezentere Wirkung erwünscht, können z.B. Zwerggladiolen eingesetzt werden. Vorsicht: Die kräftigen Farben Orange und Rot sollten sparsam als Blickfang eingesetzt werden, denn sie wirken unruhig oder aggressiv. Wer die kräftigen Töne gern hat, kann mit anderen Farben kombinieren.

Schnittblumen für die Wohnung
Eine sonnige Ecke im Garten ist ideal, um Schnittblumen für die Wohnung zu pflanzen. Gladiolen, Dahlien, Lilien, Montbretien sind der ideale Vasenschmuck. Diese Pflanzen aus südlichen Ländern vertragen meist keinen Frost, sie sollten also erst nach dem Winter gepflanzt werden.

Die Gartenranunkeln erinnern an Pfingstrosen. Sie wirken fröhlich und unbekümmert, passen einfach zum heutigen Lebensgefühl. Gladiolen eignen sich mit ihren Blütenschwertern von oft einem Meter Länge für Bodenvasen. Einen besonderen Effekt bieten die Blütenrispen der Montbretien: Sie öffnen sich nacheinander. Das etwa 60 Zentimeter hohe Schwertliliengewächs wird so zu einer besonders haltbaren Schnittblume.

Krokusse, Iris und Traubenhyazinthen können in Töpfen in der Wohnung vorgetrieben werden, solang es im Freien noch zu kalt ist. Einige Zeit können Zwiebeln oder Knollen der Sommerblumen auch gelagert werden. Die luftdicht verschlossenen Plastiksäcke sind dafür aber absolut ungeeignet.

Eine ungewöhnliche Deko-Idee kann mit Zwiebelblumen verwirklicht werden: Sie können in ein mit Kieselsteinen gefülltes Glasgefäß gepflanzt werden. Die Zwiebel muss aber höher als ihre Wurzeln sein und darf nicht im Wasser liegen.

18.3.2002 13:12