Dienstag, 19. März 2002

W. Ambros: Der "Godfather des Austropop" ist 50

  • Die "No. 1 vom Wienerwald" feiert runden Geburtstag
  • 2001 feierte er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum

Im November des Vorjahres hat er sein dreißigjähriges (Konzert-)Bühnenjubiläum gefeiert, heute begeht Wolfgang Ambros seinen fünfzigsten Geburtstag. Der, den alle "Wolferl" nennen, ist erwachsen geworden. Aber noch lange kein alter, einsamer Wolf.

Über fünf Millionen Tonträger hat Wolfgang Ambros in seiner bisherigen Karriere verkauft. Der Barde kann auf 21 Alben und mehr als 40 Compilations zurückblicken, die letzte erschien zum Berufsjubiläum, hieß "Raritäten Volumen 2" und bot eine Mischung aus skurrilem und hochwertigem Material für die zahlreichen Fans, die von Ambros und seiner "No. 1 vom Wienerwald" durchs Leben begleitet werden.

Diesen bot der "Godfather des Austropop", der als Lehrersohn in Preßbaum bei Wien das Licht der Welt erblickte und vor seiner Musiker-Karriere eine Ausbildung als Siebdrucker an der "Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt" absolvierte, bereits bei seinem Jubiläumskonzert im Wiener Gasometer nach Art der "Storyteller" einen kleinen Rückblick auf seinen musikalischen Werdegang: Von der Freundschaft zu Manfred Tauchen und Joesi Prokopetz, den erfolglosen Anfängen bis zum Durchbruch mit "Da Hofa" 1971. "Legt's euch wos weg, weil in zwei Jahren is eh olles vorbei", äußerte sich, so Ambros, der erste Plattenboss noch eher pessimistisch über die weitere berufliche Zukunft der Youngsters. Doch Werke wie "Schaffnerlos", "Weiß wie Schnee" und "Hoffnungslos" machten Ambros zum Star und zum Vorbild einer ganzen Musiker-Generation.

Ambros kann auf jede Menge Top-Hits und eine Karriere voller Höhen (wie "Watzmann") und Tiefen (wie das Musical "Das Spiel vom lieben Augustin") zurückblicken. Dass es das (auch im Umgang mit kritischen Journalisten) höchst sensible "Rampenschwein" (Eigendefinition) immer wieder aufs Neue geschafft hat, Freund und Feind zu überraschen - durch die musikalische Kooperation mit Rainhard Fendrich und Georg Danzer als "Austria 3" etwa oder zuletzt mit dem Album "Nach mir die Sintflut - Ambros singt Waits" - bestätigt den Rang von Ambros als Ausnahmeerscheinung. Oder wie sagte es Rudi Dolezal? "Es gibt niemanden nachher und niemanden vorher wie den Wolfgang Ambros."

19.3.2002 10:22

Advertisement
Service


Kino

Der Diktator

Komödie, Satire - USA, 2012

Regie: Larry Charles

Mit: Sacha Baron Cohen, Anna Faris, Megan Fox, John C. Reilly, Ben Kingsley

mehr Info zum Film