Klage gegen DaimlerChrysler offiziell zugelassen
- US-Investors Kirk Kerkorian klagt Autokonzern
- DaimlerChrysler sieht keine Grundlagen für Klagen

Die Milliardenklage des US-Investors Kirk Kerkorian gegen DaimlerChrysler ist von einem Gericht in den USA offiziell zugelassen worden. Der Federal District Court in Delaware gab einem Klagabweisungsantrag nicht statt, teilte der Autokonzern in Stuttgart mit. Kerkorians Investmentgesellschaft Tracinda klagt auf Schadenersatz, weil der Zusammenschluss von Daimler-Benz und Chrysler 1998 als "Fusion unter Gleichen" bezeichnet worden sei; dabei habe Daimler-Benz von Anfang an eine Übernahme geplant.
Im November 2000 hatte Kerkorian den deutsch-amerikanischen Autobauer auf insgesamt 8 Mrd. Dollar (9 Mrd. Euro) verklagt. Der 84-jährige Milliardär und ehemalige Chrysler-Großaktionär reichte zudem im Juni 2001 eine Stellungnahme ein. Damit reagierte er auf einen Antrag von DaimlerChrysler, die Klage abzulehnen. Der Zeitpunkt der mündlichen Anhörung vor dem Gericht in Delaware ist noch nicht bekannt.
Das Gericht ließ auch die Klage von Glickenhaus & Co zu, verwarf aber die Ansprüche aus 23 einzelnen Klassenklagen, die in einem Verfahren konsolidiert worden waren. Die DaimlerChrysler AG bekräftigte am Sonntag ihre Überzeugung, dass es für sämtliche Klagen keine Grundlagen gebe. Sie werde sich "dagegen mit allen Mitteln zur Wehr setzen". Die Vorentscheidung des Gerichts sei nur verfahrensrechtlicher Natur, betonte ein Unternehmenssprecher. Das Gericht habe in der Sache weder für die eine noch für die andere Seite entschieden.

