Mittwoch, 20. März 2002

Heute politischer Krisengipfel zu Philips-Werk Lebring

  • Bereits 200 neue Jobs für betroffene Mitarbeiter in Aussicht

Nach Bekanntwerden der Schließung des LG Philips-Werks im steirischen Lebring findet heute ein Krisengipfel stattfinden. Dies bestätigte der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl (ÖVP) am Donnerstag.

An dem Gipfel nehmen neben dem Landesrat auch Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP), die Präsidenten der steirischen Sozialpartner, der Landesdirektor des Arbeitsmarktservices (AMS), der Lebringer Bürgermeister und die Betriebsleitung teil.

Ziel sei es, ein regionales Entwicklungsmanagement auf die Beine zu stellen. Außerdem soll die Politik vor Ort und der Betrieb selbst über die derzeitige Situation informiert und ein Maßnahmenpaket präsentiert werden, so der Landesrat weiter.

Laut Paierl sind für die betroffenen Mitarbeiter bereits rund 200 neue Jobs zugesichert. 120 Arbeitsplätze soll die Ansiedlung des deutschen Automobilzulieferers ZF bringen. Laut Paierl ist die Errichtung eines neues ZF-Werks in Lebring bereits fix. Weitere Arbeitsplätze will ein regionaler Holzverarbeiter schaffen, der seinen Betrieb erweitern will. Auch mit weiteren Unternehmen aus der Zulieferindustrie würde bereits über eine Ansiedelung in Lebring verhandelt, sagte Paierl.

Insgesamt sei er zuversichtlich, dass für alle 680 betroffenen Arbeitnehmer neue Jobs gefunden würden. In der Region herrsche noch immer ein Facharbeitermangel. Kurfristig sei die Schließung des Werkes aber natürlich für jeden ein Schock, so Paierl.

Der steirische AMS-Chef Helfried Faschingabuer räumte ein, dass die Schließung des LG Philips-Werks kurzfristig Probleme für die Mitarbeiter und deren Familien verursache. Mittelfristig ist aber auch Faschingbauer der Ansicht, dass die Werksschließung auf Grund der "dynamischen Entwicklung der Region" verkraftbar sei.

20.3.2002 13:09