Mittwoch, 20. März 2002

Japans Zentralbank lässt Geldpolitik unverändert

  • Keine Finanzkrise befürchtet

Die japanische Notenbank hat ihren geldpolitischen Kurs unverändert belassen. Die Bank von Japan (BoJ) beschloss im Anschluss an die zweitägige Sitzung am Mittwoch, vorerst keine weitere Lockerung der geldpolitischen Zügel vorzunehmen. Die Entscheidung erfolgte angesichts der Erwartung, dass Japan eine zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März befürchtete Finanzkrise dank der in jüngster Zeit deutlich angekurbelten Börsenkurse erspart bleiben könnte.

Die monatlichen Aufkäufe von langfristigen Regierungsanleihen der japanischen Zentralbank belaufen sich vorerst weiterhin auf eine Billion Yen (8,67 Mrd. Euro). Der Zielsatz für die freien Bankreserven liegt unverändert im Band von 10 Billionen Yen bis 15 Billionen Yen (130,1 Mrd. Euro).

Gleichzeitig beschloss die Notenbank, dreimonatige von der Regierung und den Provinzen ausgestellte Kreditzertifikate als Sicherheit bei den Refinanzierungsgeschäften der Banken zu akzeptieren. Dieser Schritt war von Beobachtern ebenso wie die ansonsten unveränderte Geldpolitik erwartet worden.

20.3.2002 08:26