Inflation schwächer, trotzdem: Gemüse bis 60% teurer!
- Nahrung und alkoholfreie Getränke teurer, Treibstoff billiger
- In der Eurozone: Schwächste Teuerung seit Mai 2000
Die Inflation wird schwächer: Im Februar ist die Kaufkraft des Geldes in Österreich nicht so stark gesunken wie zuletzt. Noch im Jänner lag die Teuerungsrate im Jahresabstand bei 2,1 Prozent, im Februar sank sie auf 1,9 Prozent. Das ist das Niveau vom Dezember 2001.
Im Vergleich zum Vormonat Jänner erhöhte sich das Preisniveau um 0,1 Prozent.
In der Eurozone schwächste Teuerung seit Mai 2000
Der für die Eurozone zu berechnende Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) betrug im Februar 1,7 Prozent nach 2,0 Prozent im Jänner und 1,8 Prozent im Dezember, und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Mai 2000.
Wieder Preistreiber: Nahrung und Getränke
Für die Preissteigerungen gegenüber Februar 2001 zu einem Viertel verantworlich:
o Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+3,3 Prozent).
Mit je einem Zehntel:
o "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" (+ 3 Prozent),
o Erziehung und Unterricht (+30,1 Prozent),
o Wohnen (+1,2 Prozent).
Gemüse und Grundnahrungsmittel teurer
Bei den Nahrungsmitteln blieb Gemüse der stärkste Preistreiber mit plus 18,3 Prozent. Verteuert haben sich aber auch Milch, Käse und Eier (4,3 Prozent), sowie Fleisch und Fleischwaren (2,6 Prozent).
Allein bei Salat betrug die Preissteigerung 57 Prozent, bei Gurken 60 Prozent, bei Vollmilch 6 Prozent, bei Emmentaler und Schlagobers 8 Prozent.
Bei Erziehung und Unterricht schlagen die Studiengebühren weiter durch, dies wird noch bis September die Inflationsrate um 0,2 Prozent nach oben beeinflussen. Bei den Wohnkosten treiben vor allem die um 7 Prozent höheren Betriebskosten für Mietwohnungen den Preisanstieg.
Treibstoff billiger als 2001
Im Bereich Verkehr, der in den vergangenen Monaten inflationsdämpfend gewirkt hatte, war im Februar erstmals wieder ein leichter Preisanstieg im 0,1 Prozent zu verzeichnen. Die Treibstoffpreise lagen allerdings weiter unter dem Vorjahresniveau: Normal- und Superbenzin war um 7 Prozent billiger als im Februar 2001, Diesel um 6 Prozent.


