Donnerstag, 21. März 2002

Kitzbichler wechselt im Sommer zum Hamburger SV

  • 28-Jähriger unterschreibt beim Jara-Klub für drei Jahre

Nach der Einberufung ins Nationalteam hat es für Richard Kitzbichler am Donnerstag eine weitere erfreuliche Nachricht gegeben. Denn ab Sommer 2002 ist der 28-jährige Mittelfeldspieler Legionär beim deutschen Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, der seit Oktober 2001 von seinem Landsmann Kurt Jara trainiert wird.

Der Vertrag von Kitzbichler mit seinem bisherigen Arbeitgeber SV Salzburg läuft im Sommer aus, der flinke Tiroler wechselt somit ablösefrei zu den Hanseaten, wo er für drei Jahre unterschreibt.

Quehenberger zeigt Verständnis
Salzburg-Präsident Rudolf Quehenberger zeigte Verständnis für den Weggang. Sein Bestreben, Kitzbichler doch noch zu halten, war vergebens: "Ich habe mich bemüht, da er für den Verein in den letzten Jahren nicht nur Stammspieler war, sondern auch als Führungsspieler wertvolle Dienste geleistet hat." Kitzbichler wird am Freitag eine ärztliche Untersuchung in Hamburg absolvieren, die Saison jedoch dem Vertrag entsprechend bei den Mozartstädtern beenden.

"Verlasse Salzburg nicht gerne"
Die Verhandlungen zwischen Manager Nick Neururer und dem HSV dauerten zwei Wochen, dann war der Kontrakt unterschriftsreif. "Ich verlasse Salzburg nicht gerne, es waren fünf Super-Jahre. Ein solches Angebot konnte ich aber nicht ablehnen", meinte der ÖFB-Teamspieler am Donnerstag. Ebenfalls hinter Kitzbichler her war Austria Wien-Sportdirektor Peter Svetits, der jedoch laut "Kitzi" chancenlos war: "Innerhalb Österreichs hätte ich nicht gewechselt."

Traum geht in Erfüllung
Mit dem Transfer zum HSV geht für Kitzbichler ein Traum in Erfüllung, schließlich hatten sich in der Vergangenheit Gerüchte um Wechsel nach England bzw. Deutschland immer zerschlagen. "Für jeden österreichischen Spieler ist es ein Traum, in der deutschen Bundesliga zu spielen. Und dann noch dazu beim HSV, mit einem tollen Umfeld und einem super Stadion." Dass mit Jara ein österreichischer Landsmann auf der Trainerbank sitzt, sieht Kitzbichler natürlich gerne: "Das ist optimal."

Freude auch beim HSV
Beim HSV freut man sich schon auf den Ersatzmann für Offensivkraft Roy Präger, der zum VfL Wolfsburg abwandern wird. "Ich freue mich, dass wir so schnell eine adäquaten Ersatz für Präger gefunden haben", berichtete HSV-Sportchef Holger Hieronymus.

21.3.2002 16:13