Sonntag, 24. März 2002

Panizzi gewinnt Katalonien-Rallye

  • Burns macht Peugeot-Doppelsieg perfekt
  • Achim Mörtl im Endklassement 14.

Peugeot ist in der Rallye-WM derzeit das Maß aller Dinge. Bei der 38. Rallye Catalunya, dem vierten WM-Lauf, landete das "Löwen"-Team am Sonntag durch das französische Brüderpaar Gilles und Herve Panizzi sowie den Briten Richard Burns/Robert Reid erneut einen Doppelsieg.

Korsika-Sieger Panizzi verwies nach 15 Sonderprüfungen Weltmeister Burns mit 37,3 Sek. Vorsprung auf den zweiten Platz. In der Marken-WM führt Peugeot nach dem dritten Saisonsieg in Folge souverän, in der Fahrer-Wertung liegen die drei Peugeot-Piloten Marcus Grönholm (FIN/21 Punkte), Panizzi (20) und Burns (13) auf den Plätzen eins, zwei und drei.

Der Kärntner Achim Mörtl wurde mit 9:38,9 Min. Rückstand 14. und verpasste damit seine Vorjahres-Platzierung (13.) ganz knapp. Der erhoffte Top-Ten-Platz war für den Rosentaler Peugeot-WRC-Piloten nach mehreren Reifenschäden schon am ersten Tag außer Reichweite geraten. Der 22-jährige David Doppelreiter (Peugeot 206 XS) beklagte ebenfalls einige Reifendefekte, schaffte als Gesamt-30. zwar noch Platz zehn in der 1600er-WM, blieb diesmal aber ohne WM-Punkte. In der WM liegt er dank der zwei Zähler von Monte Carlo auf Platz neun.

Bei den Siegern herrschte große Zufriedenheit. "Das war eine perfekte Rallye für uns. Wir haben hier alles erreicht. Ein tolles Wochenende!", freute Gilles Panizzi über seinen fünften WM-Triumph. "Das war eine fantastische Teamarbeit. Ich bin auf unsere Fahrer stolz", äußerte sich Peugeot-Sportdirektor Corrado Provera zum 36. WM-Erfolg seines Hause.

Als bestes Team in einem nicht-französischen Fahrzeug kamen am Sonntagnachmittag die Subaru-Piloten Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) hinter den Finnen Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Peugeot 206) auf Rang fünf ins Ziel. Im Ford Focus erreichte der Schotte Colin McRae trotz eines gebrochenen Fingers den sechsten Platz. Sein spanischer Teamkollege Carlos Sainz war am Samstag nach einem Unfall ausgeschieden.

Auch der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen (FIN) erreichte nicht das Ziel. Sein Subaru Impreza blieb Samstagfrüh mit überhitztem Motor stehen. Am Sonntag erwischte es auch noch den auf Platz vier liegenden Franzosen Sebastien Loeb im Citroen wegen einer gebrochenen Aufhängung.

Das Zuschauerchaos auf der zweiten Etappe am Samstag, als zwei Prüfungen abgesagt werden mussten, warf einen Schatten auf die Rallye an der Costa Brava. Der Veranstalter hatte aber am Sonntag die Probleme wieder im Griff. Der fünfte von 14 WM-Läufen findet vom 19. bis 21. April auf Zypern statt.

24.3.2002 16:05