Cipollini gewinnt im 14. Versuch Mailand-San Remo
- "Re Leone" siegt vor Rodriguez

Im 14. Anlauf hat Mario Cipollini (Bild) endlich den Rad-Klassiker Mailand-San Remo (287 km) gewonnen. Der italienische Sprintstar triumphierte bei der 93. Auflage am Samstag zum Weltcup-Auftakt im Spurt einer großen Gruppe nach perfekter Vorarbeit seines Acqua&Sapone-Teams. Einen Tag nach seinem 35. Geburtstag kam "Re Leone" zum Sieg vor dem US-Amerikaner Fred Rodriguez und dem Schweizer Markus Zberg.
Auf den kurzen Anstiegen auf den letzten 40 Kilometern entlang der Blumenriviera hatte sich kein Fahrer entscheidend abzusetzen vermocht. Paolo Bettini und Giuliano Figueras (beide ITA) waren nach einer Attacke am Poggio einen Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt worden. Ihr Landsmann Danilo di Luca, einer der Kandidaten für einen frühen Angriff, war ebenso wie Weltcup-Gesamtsieger Erik Dekker (NED) schon zuvor durch einen Sturz zurückgefallen. Auch der vierfache Sieger Erik Zabel vermochte diesmal nicht in die Entscheidung einzugreifen. Der Deutsche schaffte nach einem Sturz 30 km vor dem Ziel nicht mehr den Vorstoß zurück in die Spitzengruppe.
Peter Wrolich war von Stürzen zunächst verschont geblieben, doch am Poggio erwischte es auch ihn. Der Kärntner befand sich weit vorne im Felde, wurde am Ende der Steigung aber blockiert und damit war das Rennen gelaufen. "Es war das Weltcuprennen meines Lebens, ich hatte eine Riesenchance auf einen Top-Ten-Platz", ärgerte sich Wrolich, den der Dank von Gerolsteiner-Kapitän Davide Rebellin etwas aufbaute, für den er in den Steigungen Tempo gemacht hatte. Georg Totschnig war etwa eine Stunde vor dem Ziel durch Stürze blockiert worden und hatte den Anschluss an die Spitze verloren.
