1000e Milosevic-Anhänger demonstrieren in Belgrad
- Gottesdienste zum 3. Jahrestag des Beginns der NATO-Angriffe

Mehrere Tausend Anhänger der serbischen Sozialistischen Partei des jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic haben am Sonntag in Belgrad am dritten Jahrestag der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien gegen das westliche Bündnis demonstriert. Die Kundgebungsteilnehmer zeigten Bilder des früheren Machthabers, gegen den ein Verfahren vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag läuft. In orthodoxen Kirchen fanden Gedenkgottesdienste für die Opfer der Bombenangriffe statt.
In allen serbisch-orthodoxen Kirche sind am Sonntag Gedenkmessen anlässlich des dritten Jahrestages des Beginns der NATO-Luftangriffe zelebriert worden. Im Laufe des 78 Tage langen Bombardements hatten NATO-Flugzeuge gegen Ziele in Jugoslawien 1.000 Flugkörper und 2.900 Bomben abgeworfen. Nach Angaben Belgrads waren 995 Bauten und Anlagen zerstört worden. 462 jugoslawische Soldaten und 114 Polizisten waren ums Leben gekommen. Die Zahl der Zivilopfer wird auf mehrere Hundert geschätzt.
Der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica hat vor Auslieferungen mutmaßlicher Kriegsverbrecher an das UNO-Tribunal in Den Haag gewarnt. Dies könnte nicht nur Erschütterungen auf der politischen Szene, sondern auch im Staat auslösen, erklärte Präsident Kostunica.
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