Rückkehr des afghanischen Ex-Königs verzögert sich
- Offenbar weiterhin Sicherheitsbedenken

Die geplante Rückkehr des afghanischen Ex-Königs Mohammed Zahir nach Kabul wird sich bis April verzögern. Dies wurde am Samstag aus Kreisen des italienischen Außenministeriums ohne Angaben von Gründen bekannt. Der 87jährige Zahir Schah lebte seit 1973 in Rom im Exil. Seine Rückkehr nach Kabul wird von der internationalen Afghanistan-Truppe ISAF vorbereitet und sollte in den kommenden Tagen erfolgen.
Zuletzt hatte es in Kreisen der italienischen Regierung geheißen, dass es ernsthafte Sicherheitsbedenken gegen die Rückkehr des Königs gebe, da Drohungen gegen den früheren Monarchen eingegangen waren. Zahir Schah habe Zugeständnisse, dass seine Rückkehr nach Afghanistan erst im Laufe des Monats April erfolgen soll, wurde am Samstag in Rom mitgeteilt. Die Entscheidung sei "in Übereinstimmung mit der afghanischen Regierung und nach Konsultationen mit den wichtigsten Verbündeten" getroffen worden.
Zahir Schah wollte "als afghanischer Bürger" in seine frühere Heimat zurückkehren, die er nach einem unblutigen Putsch 1973 verließ. Zugleich ließ er aber über seine Sprecher immer wieder verlauten, dass er sehr wohl für eine politische Rolle in Afghanistan zur Verfügung stehe. Er gilt als eine Art Vaterfigur, deren Anhänger hoffen, dass er die rivalisierenden ethnischen Gruppen einen könne.
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