Samstag, 23. März 2002

Berichte über angeblichen Abhörskandal bei Europol

  • Mitarbeiter sollen belauscht worden sein

Die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag ist nach einem Zeitungsbericht in einen umfangreichen Abhörskandal verwickelt. Europol-Direktor Jürgen Storbeck lasse die Telefone der Mitarbeiter abhören und auch den persönlichen E-Mail- Verkehr kontrollieren, schreibt die Tageszeitung "De Telegraaf" am Samstag. Die Zeitung bezieht sich auf Aussagen von Mitarbeitern.

Danach sei auch in Privatcomputer eingebrochen und Privatdokumente von Mitarbeitern seien kontrolliert worden.

"Die Spannungen innerhalb der Organisation nehmen zu", erklärte der Vorsitzende der niederländischen Polizeigewerkschaft, Hans van Duin, der Zeitung. Er habe von Einbrüchen in Computer und Abhören von Telefongesprächen gehört, erklärte er. "Ich kann darüber nicht mehr sagen, um keinen in Schwierigkeiten zu bringen."

Ein Sprecher der Behörde wies unterdessen alle Vorwürfe zurück. Alles laufe mit größtmöglicher Transparenz. Die zunehmenden Spannungen innerhalb der Behörde erklärte er damit, dass viele Verträge von Mitarbeitern ausliefen.

23.3.2002 13:15