Donnerstag, 21. März 2002

US-Anwalt kündigt neue Offensive gegen Österreich an

  • Bundeskanzler Schüssel bleibt gelassen

Im Freitag erscheinenden FORMAT kündigt Fialkoff eine neue Offensive an. Vor einem Jahr hat die Wiener Koalition mit der US-Regierung und Sammelklägern ein Zwangsarbeiter- und Restitutionsabkommen um 650 Millionen Euro unterzeichnet. Fialkoff zog daraufhin seine Zwangsarbeiter-Sammelklage zurück, die Klage über die Rückgabe jüdischen Vermögens (Streitwert: 184 Millionen Euro) will er jetzt aber ausfechten.

Unterstützt wird der Amerikaner neuerdings durch den Wiener Staranwalt Ewald Weninger. "Es nützt gar nichts, wenn sich George Bush und Wolfgang Schüssel im Weißen Haus umarmen, wenn ein Bezirksgericht entgegen dem Wunsch der US-Regierung die Klagen nicht abweist", sagt Weninger im FORMAT-Interview.

Bundeskanzler Schüssel bleibt gelassen
Im Kanzleramt sieht man dem Ansinnen der Anwälte gelassen entgegen. Dazu der Verhandler des Außenamtes, Hans Winkler: "Selbst wenn die zuständige Richterin Fialkoff weitermachen läßt, haben wir gute Chancen in der Berufung."

21.3.2002 14:12