FORMAT: Bartenstein verrechnet private Feier als Arbeitsessen
- Alkoholika im Wert von 1.550 Euro konsumiert
- Protokollchef erhebt Einspruch und verliert daraufhin Posten

Wirbel um Spesenabrechnungen im Wirtschaftsministerium von Minister Martin Bartenstein. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der Minister eine private Weihnachtsfeier mit den Mitarbeitern seiner Staatsekretärin Mares Rossmann und seinem Büro als "Arbeitsessen" abgerechnet.
Bei dem "Arbeitsessen", das im Dezember 2000 durchgeführt wurde, waren unter anderem Aperitivs, diverse Spirituosen, Obstbrände und Weine D 13 Bouteillen im Wert von insgesamt 21.278 Schilling (rund 1.550 Euro) konsumiert worden.
"Es gibt keine bindenden Vereinbarungen, wie in solchen Fällen vorzugehen ist", sagt Bartenstein-Sprecherin Ingrid Nemec: "Das muß im Einzelfall abgeklärt werden."
Protokollchef erhebt Einspruch und verliert Posten
Wie FORMAT weiter berichtet, wurde der ehemaligen Protokollchef des Wirtschaftsministeriums, der Einspruch gegen die Essenrechnungen erhoben habe, seines Postens enthoben. "Das hat mit den Essensrechnung überhaupt nichts zu tun", heißt es dazu im Bartenstein-Ressort.
Zweites internes Essen als Arbeitsessen deklariert
Auch ein weiteres internes Essen, an dem Bartenstein teilnahm und bei dem elf Menüs, acht Campari (teils Soda, teils Orange), zehn Seidl Bier, sieben Flaschen Wein und diverse Edelbrände im Bereich zwischen 130 und 190 Schilling pro Gläschen im Wert 14.500 Schilling (1054 Euro) konsumiert wurden, wurde als "Arbeitsessen" abgerechnet.
Bartensteinssprecherin Ingrid Nemec erklärt dazu, das dies ein Essen externer Spezialisten, von denen sich Bartenstein beraten lasse, gewesen sei. Nemec: "Es wird ja wohl erlaubt sein, daß der Minister diese Fachleute einmal einlädt."
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