Haider hat "Angebote" für Nahost-Vermittlungsrolle
- Weitere Initiativen nach Irak-Reise?
Kommt der künftige Nahost-Vermittler aus Kärnten? Dieser Überzeugung scheint zumindest Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) zu sein, der nun bekannt gab, er habe "Angebote" für eine Vermittlungsrolle erhalten.
Haider hat nach eigenen Angaben "Angebote" erhalten, im Nahost-Konflikt zu vermitteln. Laut einer Aussendung des deutschen Nachrichtenmagazins "Focus" erklärte Haider am Dienstag am Rande der Internationalen Tourismusbörse in Berlin gegenüber "Focus"-Online: "Ich habe Angebote vorliegen, eine Vermittlungsrolle im Nahost-Friedensprozess einzunehmen". Im Februar war Haider überraschend in den Irak gereist und mit Staatschef Saddam Hussein zusammengetroffen.
In einem Artikel in der Tageszeitung "Die Presse" vom Samstag schrieb Haider: "Besuche ich den Irak, um krebskranke Kinder mit dem Notwendigsten zu versorgen und ihnen eine Chance zu geben, sowie um die Freilassung von Kriegsgefangenen aus Kuwait und dem Iran zu erwirken, werde ich von den heuchlerischen Moralaposteln der österreichischen Politik unter Beschuss genommen". Es werde "mit zweierlei Maß" gemessen, meinte er im Hinblick auf den jüngsten Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Mohammad Khatami in Österreich.
Israel hatte aus Protest gegen den Regierungseintritt der FPÖ im Februar 2000 seinen Botschafter aus Wien abberufen. Seither wird die diplomatische Mission nur auf Geschäftsträgerebene geleitet. An der Herabstufung der Beziehungen solle nichts geändert werden, solange die FPÖ an der Regierung beteiligt sei, hatte das israelische Außenamt wiederholt erklärt.
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