Nach Zugsunglück: Verschubmeister wird angezeigt
- Vorwurf: Hatte Bremsen nicht kontrolliert
- Unglück in Wampersdorf forderte sechs Menschenleben

Drei Wochen nach dem Zugsunglück in Wampersdorf, bei dem sechs Menschen getötet und 16 zum Teil schwer verletzt wurden, sind die Ermittlungen abgeschlossen. "Wir erstatten gegen einen 50-jährigen ÖBB-Bediensteten Anzeige", sagte einer der ermittelnden Kriminalbeamten des Gendarmeriepostens Sollenau.
"Die Anzeige wird in einigen Tagen der Staatsanwaltschaft zugestellt." Damit bestätigt der Kriminalist einen Bericht in der Mittwochsausgabe der "Kronen Zeitung."
Vorgeworfen wird dem Verschubmeister, dass er den Güterzug abfahren ließ, ohne die Funktion der Bremsen im letzten Waggon genau zu kontrollieren. "Weil so hätte er bemerken müssen, dass keine Bremswirkung gab, wenn ein Ventil zugedreht ist", so der Fahnder. Dem Lokführer Zuges trifft laut dem Kriminalbeamten keine Schuld.
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