Montag, 18. März 2002

Die ersten Störche sind in Österreich angekommen

  • 2001 etwas weniger Störche als im Jahr davor

Exakt am gleichen Tag wie im Vorjahr wurden am Sonntag in Österreich die ersten Störche gesichtet. Nach WWF und der Vogelschutzorganisation BirdLife machten die Orte Apetlon (Burgenland), Marchegg (Niederösterreich) und Gleisdorf (Steiermark) den Anfang. Im Vergleich zu 2000 verzeichneten die Ornithologen 2001 einen leichten Storch-Rückgang. Als Ursache wird die anhaltend trockene Witterung in Ostösterreich, speziell im Burgenland, vermutet.

404 Brutpaare zählten Ornithologen und Hobby-Vogelkundler im Vorjahr österreichweit, im Jahr 2000 waren es 405 gewesen. An Jungvögeln wurden 773 verbucht, ein Jahr zuvor waren es noch 876 gewesen. Besonders drastisch war der Rückgang bei den Jungtieren im Nordburgenland, hier gab es durchschnittlich 0,7 mal Nachwuchs pro Nest, im Südburgenland lag dieser Wert bei 2,4.

Trockenheit ließ Störche ausbleiben
"Die Witterung ist vor allem im Nordburgenland nachhaltig trocken, das drückt die Zahl der Jungstörche", so Andreas Ranner, Leiter von BirdLife, gegenüber der APA. Durch die Trockenheit fehlt es vor allem an den für die Jungenaufzucht so wichtigen Regenwürmer, auch Amphibien gibt es nicht so viel. Entscheidend sind dabei alljährlich die Monate April und Mai. Ranner schätzt, dass sich die Situation auch heuer kaum verbessern wird.

Zur für Störche ungünstigen Witterung kamen im Vorjahr auch noch Schilf und sonstige Brände, die etwa im burgenländischen Seewinkel zahlreiche Wiesen vernichtet haben. "Teilweise werden auch alle Wiesen und Ackerraine zwischen den Weingärten abgebrannt, auch das ist schlecht für die Störche", so Ranner.

Weltweit zweitgrößte Storchenkolonie in Marchegg
In Marchegg, der weltweit zweitgrößten Storchenkolonie, erwartet der WWF wieder rund 50 bis 60 Brutpaare. Exakt um 15.30 Uhr wurden am Sonntag vier der Tiere über Marchegg gesichtet.

18.3.2002 12:51