Montag, 18. März 2002

Frankreich: Sieben Menschen bei Autobahn-Unfall tot

  • Lastwagen krachte gegen Touristenbus
  • 50 Verletzte, drei in Lebensgefahr

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und einem niederländischen Reisebus nahe der ostfranzösischen Stadt Metz sind am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Etwa 50 der 61 Businsassen, die aus einem Skiurlaub in Savoyen zurückkehrten, seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Präfektur. Drei von ihnen befänden sich in einem kritischen Zustand.

Die beiden italienischen Chauffeure des Lastwagens waren sofort tot, ebenso fünf Insassen des Busses, darunter einer der beiden Fahrer.

Wegen der schwierigen Identifikation der Leichen in dem Wrack des Busses habe man zunächst acht Todesopfer gezählt, sagte der Beamte. Die Fahrgäste stammten zumeist aus Eindhoven, Amsterdam und Utrecht. Ein Sonderflugzeug sollte am Nachmittag die transportfähigen Verletzten in ihre Heimat zurück bringen.

Der Lastwagenfahrer habe vielleicht einen Schwächeanfall erlitten oder sei am Steuer eingeschlafen, erklärte der Sprecher. "Die Strecke war gerade, die Fahrbahn trocken, die Unfallstelle gut beleuchtet, und es gab kaum Verkehr", sagte er. Allerdings könnten auch technische Defekte nicht ausgeschlossen werden.

100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Insassen aus dem Wrack des Busses zu befreien. An der Unfallstelle wurde ein Notarzt-Zelt eingerichtet. Bei dem landesweit bisher schwersten Busunfall 1982 in Burgund bei Beaune starben 53 Menschen, davon 44 Kinder.

18.3.2002 08:57