Sonntag, 17. März 2002

Spritpreise steigen wieder - um 0,02 Euro/Liter

  • Zweite Preiserhöhung in einer Woche!
  • Ölpreis zieht an der 25-Dollar-Marke vorbei

Achtung Autofahrer: Sprit ist seit Montag wieder teurer! Die Ölpreise sind zum ersten Mal seit sechs Monaten über die Marke von 25 Dollar gestiegen. Und sofort - nur fünf Tage nach der letzten Spritpreiserhöhung, und knapp vor Beginn der Osterferien - hat die heimische Mineralölwirtschaft erneut die Preise bei allen Treibstoffsorten nach oben geschraubt. Um 2 Cent pro Liter (knapp 28 Groschen).

Wie der ÖAMTC erhoben hat, wurden die Höchstpreise für Sprit an den Bedienungstankstellen am Montag innerhalb von einer Woche nochmals angehoben und zwar um bis zu 0,02 Euro je Liter.

Begründung: Produktionspreise und Zufall
Die OMV begründet die zweite Preiserhöhung innerhalb einer Woche damit, dass die Produktnotierungen in Rotterdam nach wie vor steigen und auch der Ölpreis weiter zugelegt habe. BP versichert, es sei "reiner Zufall", "dass die Osterferien vor der Tür stehen". Ausschlaggebend für die Preisbildung seien einzig und allein Marktentwicklungen.

Nach Angaben des ÖAMTC liegt der Höchstpreis für Super Plus nun bei 0,999 Euro, für Eurosuper bei 0,929 Euro, für Normalbenzin bei 0,909 Euro und für Diesel bei 0,809 Euro. Super Plus und Eurosuper wurden demnach pro Liter um je 0,02 Euro verteuert. Normalbenzin und Diesel kosten jetzt um je 0,01 Euro mehr.

Laut ÖAMTC haben die beiden Preiserhöhungen vom 13. und 18. März den Autofahrern bei Super Plus eine Verteuerung um 0,043 Euro beschert, bei Eurosuper eine um 0,039 Euro, bei Normalbenzin eine um 0,033 Euro und bei Diesel eine um 0,024 Euro je Liter.

Ölpreise klettern durch technische Käufe
Drei Tage nach der Entscheidung der Opec, ihre zum Jahresanfang beschlossene Beschränkung der Ölexporte bis Mitte Juni beizubehalten, stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der führenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Mai in London um 0,53 Dollar auf 25,08 Dollar. Auch die US-Ölsorte "US Light Crude" notierte erstmals seit September wieder über der 25-Dollar-Marke. Ölhändler führten den Preisanstieg auf technische Käufe zurück.

Russland beugte sich dem OPEC-Druck
Russland hat auf Druck der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) die Reduzierung seiner Exportquoten auch für das zweite Quartal bestätigt. Der größte Ölproduzent außerhalb des Kartells werde wie bisher täglich 150.000 Fass (je 159 Liter) weniger exportieren.

Die OPEC hatte vorige Woche beschlossen, die gegenwärtigen Förderquoten nicht zu erhöhen. Russland hatte sich zunächst gesträubt, dem Verlangen der OPEC-Staaten nachzukommen. Russische Erdölproduzenten hatten sich wegen einer deutlichen Überproduktion auf dem Binnenmarkt lange gegen Exporteinschränkungen gewehrt.

17.3.2002 16:20