Samstag, 16. März 2002

Situation in Österreich im Vergleich zu Europa gut

  • Rang drei mit geringer Arbeitslosigkeit
  • Österreich im Spitzenfeld der Beschäftigung

Die generelle Situation auf dem österreichischen Arbeitsmarkt ist im Europa-Vergleich besonders für junge Arbeitnehmer gut, weniger gut profitieren weibliche Arbeitnehmer und vor allem ältere Personen. Das geht aus dem Bericht "Die soziale Lage in der Europäischen Union 2002" hervor, der auf dem EU-Gipfel in Barcelona vorgelegt wurde. Die Zahlen stammen großteils aus dem Jahr 2000.

Nach dem Bericht liegt Österreich bei der allgemeinen Arbeitslosigkeit mit einem Durchschnitt von nur 3,7 Prozent an dritter Stelle und damit im europäischen Spitzenfeld der Beschäftigung. Der EU-Durchschnitt liegt bei 8,2 Prozent und wird von besonders hohen Ziffern aus südeuropäischen Ländern (Spanien 14,1 Prozent, Griechenland 11,1 Prozent, Italien 10,5 Prozent) bestimmt.

Ebenso ist Österreich bei den Jugend- und bei der Langzeitarbeitslosenquote nahezu ein EU-"Musterschüler". Der Quotient der Jugendarbeitlosigkeit in Österreich beträgt 2,9 Prozent bei einem EU-Schnitt von 7,8 Prozent. Österreich wird hier nur von Luxemburg unterboten, das mit 2,5 Prozent am Besten liegt. Ganz ähnlich sind die Verhältnisse beim Anteil der Langzeitarbeitslosen an den Gesamtzahlen.

Bei der Beschäftigungsquote liegt Österreich im vorderen Mittelfeld (Rang sechs) und mit 68,2 Prozent auch über dem EU-Durchschnitt von 63,2 Prozent. Schlechter sieht es hingegen mit der Beschäftigungsquote von älteren Arbeitnehmern aus. Hier belegt Österreich mit 29,2 Prozent den 11. Platz und liegt recht deutlich unter dem Schnitt von 37,5 Prozent. Bei der Beschäftigungsquote der Frauen liegt Österreich wiederum im Mittelfeld. Diese liegt in Österreich bei 59,5 Prozent bei einem Durchschnittswert von 54 Prozent.

16.3.2002 14:20