Freitag, 15. März 2002

FORMAT: Die Superreichen dieser Welt

  • Ranking: Die Top 50 der Welt - 6,3 Milliarden Euro Minimum
  • Plus: Die 25 reichsten Österreicher

Ein turbulentes Jahr mit Börsensturz und Terrorkrise hat auch die Superreichen der Welt durcheinandergewirbelt. FORMAT bringt die Auf- und Absteiger der aktuellen Rankings. Plus: wer in Österreich über 500 Millionen Euro besitzt.

Terrorfolgen und weltweite Rezession haben die aktuellen Rankings der Superrreichen, die zuletzt in den renommierten Wirtschaftsmagazinen "Forbes" (USA), "Manager Magazin" (Deutschland) und "Bilanz" erschienen, ordentlich durchgemischt. Rund die Hälfte der Mitglieder im Top-500-Milliardärsclub hat ihr Vermögen verringert. Die Glücksritter des Internets sind nahezu verschwunden. Hingegen haben beispielsweise alle sieben russischen Euro-Milliardäre, vor allem Ölmagnaten, ihren Reichtum deutlich gemehrt.

Dauerbrenner Bill Gates
Unverändert blieb auch die Weltspitze. Bill Gates hält sich beständig als reichster Mensch des Globus. Der 46-Jährige, der erst vor wenigen Wochen zu einem Gedankenaustausch mit heimischen Wirtschaftsgranden per Helikopter in der Wiener Hofburg einflog, betont zwar hartnäckig, daß er sich "lieber der Leidenschaft widmet, gute Software zu entwickeln, als dem Geldverdienen" - er stiftet auch Milliardensummen für die Aidsforschung oder die Dritte Welt - , doch mit den 60,3 Milliarden Euro, die sein Microsoft-Anteile wert sind, besitzt Gates noch doppelt soviel Geld wie die 25 reichsten Österreicher zusammen oder wie die reichsten Europäer: Die deutschen Brüder Karl und Theo Albrecht, Eigentümer des Aldi-Einzelkhandelskonzerns, kommen auf 27, 2 Milliarden Euro.

Comeback von Lego und Nike
Die meisten Aufsteiger 2001 sind mit traditionellen Wirtschaftsbereichen beschäftigt und haben mit New Economy wenig am Hut. US-Guru Warren Buffett (71), eine Art Anlegermessias, schaffte mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway wieder den Sprung auf Platz zwei hinter Gates.

Ein kräftiges Lebenszeichen kommt von Nike-Boß Phil Knight (64). Nach einigen Flautejahren stieg die Nachfrage nach seinem Sportschuhwerk wieder an. Ergebnis: 6,5 Milliarden Euro Vermögen bedeuten für Knight ein persönliches Alltime-High. Ein ebenso erstaunliches Comeback gelang dem Eigentümer des Spielwarenriesen Lego, Kjeld Kirk Kristiansen (54). Er fand, unter anderem dank der Harry-Potter-Manie, nach empfindlichen Verlusten auf die Siegerstraße zurück und wird nun von "Forbes" wieder auf die stolze Summe von 2,4 Milliarden Euro geschätzt.

Die ausführliche Story sowie die Rankings der Superreichen finden Sie im neuen FORMAT.

15.3.2002 15:04