Freitag, 15. März 2002

Außenhandel 2002 erstmals in 2. Republik positiv

  • Leichter Überschuss von 500 Millionen Euro
  • Handelsbilanz mit EU-Staaten negativ

Österreichs Außenhandel hat für 2002 erstmals in der Zweiten Republik positiv bilanziert. Nach den nun vorliegenden endgültigen Zahlen weist die traditionell negative Warenverkehrsbilanz für das Vorjahr einen leichten Überschuss von 500 Mio. Euro auf. Nach den vorläufigen Berechnungen waren 300 Mio. Euro erwartet worden.

Im Jahr 2001 belief sich das Defizit noch auf 4,4 Mrd. Euro. Die Exporte stiegen im Jahr 2002 um 4,2 Prozent auf 77,4 Mrd. Euro, während die Importe um 2,3 Prozent auf 76,9 Mrd. Euro schrumpften, teilt die Statistik Austria am Donnerstag mit.

Handelsbilanz mit EU negativ
Die Einfuhren aus den EU-Ländern gingen demnach 2002 um 1,5 Prozent auf 50,7 Mrd. Euro zurück und übertrafen damit die Ausfuhren in diese Region, die um 3 Prozent auf 46,5 Mrd. Euro anstiegen. Die Handelsbilanz mit den EU-Staaten blieb somit zwar negativ, verringerte sich aber von 4,2 auf 2,1 Mrd. Euro.

Beim Außenhandel mit Drittstaaten, also Nicht-EU-Ländern, sanken die Importe um 3,9 Prozent auf 26,2 Mrd. Euro. Die Exporte wuchsen dagegen um 6,1 Prozent auf 30,9 Mrd. Euro. Der Ausfuhrüberschuss erhöhte sich damit deutlich von 1,9 auf 4,7 Mrd. Euro.

Deutschland Handelspartner Nr. 1
Wichtigster Handelspartner Österreichs war auch 2002 Deutschland mit einem 40-prozentigen Anteil bei den Einfuhren (31,1 Mrd. Euro) und einem 32-prozentigen Anteil bei den Ausfuhren (24,8 Mrd. Euro). Stärkeren Handel betrieb Österreich auch mit den Niederlanden, Irland und Spanien.

Der Bereich Maschinen/Fahrzeuge war auch 2002 die wichtigste Produktgruppe mit einer Importmenge von 30 Mrd. Euro und einem Exportwert von 33,1 Mrd. Euro. (apa)

15.3.2002 10:16