USA wollen Zölle auf Japans Stahlimporte verschieben
- Am Dienstag Gespräche USA-EU

Washington will nach Angaben der japanischen Regierung die geplanten Schutzzölle auf Stahlimporte aus Japan um 15 Tage verschieben. Damit sei die Tür offen für einen möglichen Wandel der US-Position, sagte ein japanischer Handelsbeauftragter am Freitag. Ursprünglich sollten die Schutzzölle am 20. März in Kraft treten.
Die Gründe für den Aufschub seien nicht klar, hieß es aus dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie in Tokio. Unklar sei auch, ob die Zölle für die Zwei-Wochen-Frist bis zum 4. April dennoch zwar eingehoben, jedoch erst später eingezogen werden sollten.
"Wir sind nicht sicher, was es bedeutet, aber zumindest wird die Maßnahme um 15 Tage aufgeschoben. Währenddessen dürften die USA eine Überprüfung vornehmen", sagte der Ministerialvertreter, der nicht genannt werden wollte.
US-Präsident George W. Bush hatte Anfang des Monats zum Schutz der heimischen Produzenten Strafzölle von bis zu 30 Prozent auf Stahlimporte aus Asien, Europa und Lateinamerika verhängt.
Am kommenden Dienstag will die Europäische Union (EU) mit den USA im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) über die Handelsbarrieren verhandeln. Dann kommen in Toledo die WTO-Handelsminister zusammen, darunter auch Österreichs Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.

