Donnerstag, 14. März 2002

BASF erstmals in der Verlustzone

  • Auch 2002 wird schwierig

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF ist 2001 erstmals in die Verlustzone gerutscht. Ohne den Verkauf der gesamten Pharma-Sparte für 7,5 Mrd. Euro hätte der Chemie-Riese einen Verlust von 118 Mill. Euro ausweisen müssen. Dies geht aus dem Finanzbericht 2001 hervor, der am Donnerstag in Ludwigshafen veröffentlicht wurde. Allein im vierten Quartal ist ein Verlust von 427 Mill. Euro angefallen.

Auch für 2002 stellt sich der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Strube auf "schwieriges Jahr" ein. Erst in der zweiten Jahreshälfte sei mit einem nennenswerten Anstieg der Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zu rechnen. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten wollte Strube auch keine Gewinnprognose abgeben. Zu diesem Thema wolle er sich erst zur Hauptversammlung am 30. April äußern.

Positiv wertete der Vorstand, dass sowohl in Europa als auch in Nordamerika der Auftragseingang wieder zunehme. Derzeit sei aber schwer zu beurteilen, ob nur die Läger wieder aufgefüllt würden oder auch die Nachfrage bei den Endverbrauchern zunehme. Zumindest am Stammsitz Ludwigshafen werde es in naher Zukunft keine Produktionspausen mehr geben.

14.3.2002 14:49