ÖBB bekommt Konkurrenz
- Privatfirma für innerösterreichischen Güterverkehr

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bekommen beim innerösterreichischen Gütertransport Konkurrenz. Salzburgs Verkehrslandesrat Walter Blachfellner (S) kündigte an, dass er nächste Woche mit einer Firma einen Vertrag unterzeichnen werde, die als erste in Österreich für Unternehmen den Transport auf der Schiene übernehmen will. Start der Aktion sei der 2. Mai. Nähere Einzelheiten könnten derzeit noch nicht genannt werden, weil der Vertrag noch nicht unterschrieben sei.
Zum gestrigen Vorschlag der Salzburger ÖVP, dass sich Salzburg im Kampf gegen den Transit mit Tirol zusammentun soll, meinte Blachfellner, dass die SPÖ selbstverständlich einen Vier-Parteien-Antrag unterstützen werde. Dennoch mache der Transitverkehr auf der Tauernautobahn nur 15 Prozent des gesamten Aufkommens aus. "Wer immer nur vom Transit redet, der redet an der Problematik vorbei", so Blachfellner, denn 85 Prozent des Verkehrs auf der A 10 seien Ziel- und Quellverkehr, "also hausgemacht". Und selbst wenn der gesamte Transitverkehr wegfiele, bliebe immer noch eine große Belastung für die Anrainer.
Selbstverständlich werde die Salzburger SPÖ den Schulterschluss mit Tirol unterstützen. Sachlich arbeite er im Augenblick aber mehr mit Kärnten zusammen, weil es durch die Tauernautobahn einfach viele gemeinsame Vorhaben gebe, so der Landerat.

