Österreichs Automarkt weiter auf Talfahrt
- Neuzulassungen auf niedrigstem Niveau seit 1989
- VW stellt im April 1-Liter-Auto vor

Österreichs Automarkt schrumpft: Wie im Jänner waren die Neuanmeldungen auch im Folgemonat rückläufig. Im Februar 2002 wurden insgesamt 20.398 Pkw und Kombi neu zum Verkehr zugelassen, um 5,4 Prozent weniger als im Februar 2001. VW stellt im April aus Anlass des Wechsels in der Geschäftsführung das weltweit erste 1-Liter-Auto vor.
Die geringen Zulassungs-Zahlen gab die Statistik Austria bekannt. Im Jänner waren die Neuzulassungen um 10 Prozent zurückgegangen, im vergangenen Jahr war der heimische Automarkt um 5,1 Prozent geschrumpft.
Die Zahl der Neuanmeldungen bei allen Kraftfahrzeugen (neben Pkw zum Beispiel auch Lkw, Zugmaschinen, Autobusse oder Motorräder) lag im Februar mit 25.340 um 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Laut Statistik Austria gab es unter den wichtigen Fahrzeugarten nennenswerte Zunahmen nur bei Lkw (plus 4,9 Prozent, bei Motorfahrrädern (plus 17,6 Prozent) und Motorrädern (plus 3,7 Prozent).
Von Jänner bis Februar wurden in Österreich 52.575 Fahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, dies entspricht einem Rückgang um 6,9 Prozent. Bei Pkw und Kombi, der wichtigsten Kfz-Art, ergab sich mit 43.689 Neuanmeldungen ein Minus von 7,9 Prozent.
Niedrigstes Niveau seit 1989
"Auf dem niedrigsten Niveau seit 1989" hat sich in den ersten beiden Monaten 2002 der österreichische Automarkt eingependelt. Dies meinte Wolf-Dieter Hellmaier, der Geschäftsführer des VW- und Audi-Importeurs Porsche Austria am Mittwoch. Bis Ende Februar sind in der Alpenrepublik um 7,9 Prozent weniger Pkw/Kombi zugelassen worden als im Vergleichszeitraum 2001.
Mehr Käufer, wenn Österreicher Hoffnung auf Preissenkung verlieren...
Als Grund für diese Situation ortet Hellmaier die anhaltende Investitionszurückhaltung bei Firmenautos, die Privatkunden reagierten auf das allgemein schlechte Konsumklima, das durch "Unsicherheiten" und Sparmaßnahmen gekennzeichnet sei. "Mehr Bewegung" am privaten Markt erwartet sich Hellmaier sobald den Konsumenten klar werde, dass der Euro und die Tendenz zur europaweiten Harmonisierung der Preise in Österreich keine "Preissenkungseffekte" bringen werde.

