China verbietet europäische Kosmetik-Produkte
- Späte Angst vor Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
- Auch Österreich ist betroffen

China zieht europäische Kosmetika aus dem Handel, die mit tierischen Substanzen von Rindern oder Schafen hergestellt wurden. Begründet wurde der Schritt mit der Sorge vor der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit durch Erreger von Tieren, die vom Rinderwahnsinn befallen sind.
Nachdem am Vortag schon ein Importverbot verhängt worden war, folgte am Mittwoch die Anweisung des Gesundheitsministeriums in Peking an alle Geschäfte, solche Produkte aus den Regalen zu nehmen und zu melden.
Auch Österreich betroffen
Von Donnerstag an müssen Hersteller für Importe von Kosmetika mit tierischen Substanzen offizielle Quarantäne-Bescheinigungen vorlegen, dass die benutzten tierischen Substanzen nicht aus Ländern stammen, in denen Fälle von BSE vorgekommen sind. Betroffen sind Importe aus 18 zumeist europäischen Ländern, darunter Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Niederlande, Belgien und Großbritannien, aber auch Länder wie Japan und Oman.
Retourkutsche für europäischen Importstopp
China hat im Jahr 2000 insgesamt für 67 Millionen US-Dollar (77 Millionen Euro) Kosmetika importiert. Die überraschenden Handelsbeschränkungen folgten auf den Importstopp der Europäischen Union für fast alle tierischen Produkte wie Shrimps, Geflügel oder Honig aus China, das am Donnerstag in Kraft tritt. In den vergangenen Monaten waren mehrfach solche Lebensmittel aufgetaucht, die mit Rückständen des verbotenen Antibiotikums Chloramphenicol belastet waren.

