Erste österreichische Gold-Euro-Münze im Handel
- Nur 50.000 Stück des 50-€-Stückes wurden geprägt
- Ausgabepreis: 148,98 Euro
Die erste österreichische Euro-Goldmünze im Wert von 50 Euro wurde am Dienstagabend präsentiert: In feierlichem Rahmen im Kaisersaal des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz. Das mit 50.000 Stück streng limitierte Sammelobjekt mit dem Titel "Orden und die Welt", zeigt auf der Vorderseite den Heiligen Benedikt mit seiner Schwester, der Heiligen Scholastika. Hinten ist ein mittelalterlicher Mönch am Schreibpult abgebildet.
Ab heute, Mittwoch, ist die Goldmünze in allen österreichischen Geldinstituten und im Fachhandel erhältlich. Der empfohlene Erstausgabepreis des 50-Euro-Goldstücks, das zur Serie "2000 Jahre Christentum" gehört, liegt bei 148,98 Euro. Das entspricht exakt 2.050 Schilling - so viel kosteten die beiden Vorgänger der Benediktiner-Gedenkmünze. Sie wurden in den Jahren 2000 und 2001 mit dem Nominalwert von 500 Schilling ausgegeben.
Österreich ist somit das einzige Mitglied der Währungsunion, in dem eine Münzenserie gleichzeitig in alter als auch in neuer Währung zur Ausgabe gelangte. "Die Entscheidung, Serien aus Schilling- und Euromünzen anzubieten, hat sich als richtig erwiesen", freute sich Kurt Meyer, Vorstandsdirektor der Münze Österreich AG bei der Präsentation.
"Das Bücherschreiben war eine der wichtigsten Tätigkeiten der Benediktiner-Mönche", betonte Meyer. Das dokumentierte und überlieferte Wissen sei deshalb "das größte Vermächtnis der Klöster", so der Vorstand der Münze Österreich AG.
Meyer hob in seiner Rede auch die historische Bedeutung dieser ersten österreichischen Euro-Goldmünze hervor und knüpfte daran die Hoffnung seines Unternehmens, mit dieser Prägung wieder mehr Sammler gewinnen zu können. Die vierte und letzte Ausgabe der Serie ist der "Nächstenliebe" gewidmet und wird im Jahr 2003 erscheinen.

