Tiroler SPÖ kritisiert Reicholds Meinungsumschwung
- Reichold: "Transit-Obergrenze nicht haltbar"

Als "unfassbar" hat der Tiroler SPÖ-Klubobmann, LAbg. Walter Guggenberger am Dienstag den "neuerlichen Meinungsschwenk" von Verkehrsminister Matthias Reichhold (F) bezeichnet. "Im Vergleich zu seiner Haltung in der Transitfrage ist jedes Aprilwetter geradezu ein Muster an Beständigkeit", meinte Guggenberger.
Kaum als Minister angelobt habe Reichhold frisch von der Leber weg gefunden, dass die Obergrenze für Transitfahrten durch Tirol nicht zu halten sei. Bei seinem Besuch in Tirol habe er sich dann als einsichtiger Gesprächspartner gezeigt, volles Verständnis für die Tiroler Anliegen bekundet und überdies einen einstimmigen Landtagsbeschluss gefordert, um ihm in Brüssel den Rücken zu stärken.
Doch bevor es überhaupt zum Landtagsbeschluss komme, begehe Reichhold bei der ersten Gelegenheit einen neuerlichen Meinungsschwenk. Er lasse aus Brüssel wissen, dass die im Transitvertrag fixierte 108 Prozent-Klausel nicht zu halten sei.

