Freitag, 15. März 2002

Feldhofer fordert von Sturm Graz über 63.000 Euro

  • Kartnig: "So macht man den Fußball systematisch kaputt"

Der nächste Akt im Streitfall zwischen Ferdinand Feldhofer und dem österreichischen Fußball-Bundesligisten Sturm Graz hat begonnen. Der ehemalige Sturm- und nunmehrige Rapid-Spieler verlangt von seinem früheren Verein insgesamt 63.534 Euro. Die Summe setzt sich laut Spieleranwalt aus entgangenen Prämien, Kündigungsentschädigung, Abfertigung und Kostenersatz für das Schlichtungsverfahren zusammen.

Sturm-Präsident Hanners Kartnig reagierte in einer ersten Stellungnahme empört. "So macht man den Fußball systematisch kaputt. Ich habe bereits Vize-Kanzlerin Riess-Passer und Ligachef Nachbagauer informiert. Ein ordentliches Sportgesetz ist dringend notwendig, sonst können wir den Profi-Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten."

Feldhofer war im Vorjahr aus seinem Vertrag mit den Grazern ausgestiegen, nachdem ihn Kartnig zu den Amateuren verbannt hatte, weil der Verteidiger den ihm angebotenen neuen Kontrakt nicht annehmen wollte. Darauf folgte ein längeres juristisches Hickhack, ehe die Bundesliga Feldhofer am 28. Jänner endgültig die Spielerlaubnis für die Hütteldorfer ausstellte.

Die Grazer stehen zudem im Rechtsstreit mit einem weiteren Ex-Spieler. Gilber Prilasnig hat Sturm auf die Zahlung ausständiger Abfertigungen in der Höhe von 77.000 Euro geklagt, nächste Verhandlung ist voraussichtlich im April.

15.3.2002 16:25