Dienstag, 12. März 2002

Thomas Flögel ab Sommer wieder bei Wiener Austria

  • Ablösefrei von Hearts of Midlothian nach Favoriten
  • Sportdirektor Svetits: "So einen brauchen wir"

Die Rückkehr des österreichischen Team-Fußballers Thomas Flögel zu seinem Stammverein Austria Wien ist am Dienstag unter Dach und Fach gebracht worden. Der 30-Jährige kehrt im Sommer seinem derzeitigen Klub Heart of Midlothian den Rücken zu und verstärkt das Team des zukünftigen "Veilchen"-Trainers Walter Schachner. Der 24-fache Teamspieler ist mit Saisonende ablösefrei und erhält bei den Wienern einen Zweijahres-Vertrag.

Größter Erfolg des Österreichers während seiner bisher knapp fünf Saisonen in der schottischen Premier-League war der Gewinn des F.A.-Cups 1998, dem ersten Titel der Hearts seit 1963. Sein Debüt im weinroten Trikot des 1874 gegründeten Traditionsverein aus Edinburgh hatte Flögel am 4. August 1997 (1:3 bei den Glasgow Rangers) gegeben. Nach einigen Monaten Eingewöhnungszeit an das Spiel auf der Insel wurde der Mann mit der Nummer sieben zu einem fixen Bestandteil des Teams und zu einem Publikumsliebling bei den Anhängern.

Eine ähnliche Rolle hatte Flögel Anfang der 90-er-Jahre bei der Wiener Austria eingenommen. In seiner Zeit in Favoriten fuhren die Austrianer nicht weniger als drei Meistertitel und drei Cupsiege ein, an diese Zeiten will man mit Beginn der kommenden Saison anknüpfen.

Austria-Sportdirektor Peter Svetits hat mit Flögel einen absoluten Wunschspieler an Land gezogen. "Er ist universell einsetzbar, so einen brauchen wir", erklärte Svetits, der sofort nach seinem Amtsantritt bei der Austria im November 2001 mit Flögel Kontakt aufgenommen hatte. Der langjährige Austrianer ist ein heiß begehrter Spieler, sein Arbeitgeber aus der schottischen Hauptstadt wollte Flögel unbedingt halten, im Winter soll u.a. auch Rekordmeister Rapid Wien angefragt haben.

Flögel wird sicher nicht die letzte Verpflichtung der Austrianer hinsichtlich der kommenden Saison bleiben. "Einiges missfällt mir bei der Kaderzusammensetzung. Wir werden noch einiges unternehmen", bestätigte Svetits.

12.3.2002 11:49