Samstag, 16. März 2002

Hunyady beim Saison-Finale Gesamt-Elfte

  • Friesinger verteidigte Mehrkampf-Titel
  • Pechstein hinter Klassen Dritte

Die Deutsche Anni Friesinger hat am Sonntag ihren Eisschnelllauf-Weltmeistertitel im Mehrkampf mit Erfolg verteidigt. Der Inzellerin reichte in der Eishalle von Heerenveen im abschließenden 5.000-m-Rennen Rang drei hinter ihrer Landsfrau Claudia Pechstein und der Kanadierin Cindy Klassen, um sich an der Klassement-Spitze zu halten. Silber ging an Klassen, Bronze an Pechstein. Die Badenerin Emese Hunyady belegte in ihrem ersten Saison-Lauf über diese Distanz Rang zwölf und wurde Gesamt-Elfte.

Friesinger und Pechstein bildeten das letzte Paar beim Damen-Finale, wobei sich Doppel-Olympiasiegerin Pechstein erst im Finish um rund fünf Sekunden absetzte. Friesinger stürzte nach dem Zieldurchlauf vor Erschöpfung, noch auf dem Eis liegend jubelte sie über die Wiederholung ihres Vorjahres-Erfolges in Budapest. "Das war irre. Das Publikum hat mich zum Erfolg gepeitscht. Es war mein Eis, meine Luft - alles hat gepasst", meinte die Bayerin mit Freuden-Tränen in den Augen.

Hunyady durfte bei ihrer 17. WM-Teilnahme mit ihrer Leistung einigermaßen zufrieden sein. Ihr Ziel hatte sie mit der Qualifikation für das Zwölfer-Finale als Zehnte klar erreicht, einen Rang fiel sie gesamt noch zurück. Einzig über 1.500 m hatte sie sich auch selbst etwas mehr als Platz zehn erwartet. Nach ihrem letzten Saison-Auftritt wird sich die seit zwei Wochen 36-Jährige nun eine Pause gönnen, ehe die unverwüstliche Olympiasiegerin von 1994 die Vorbereitung auf die nächste Saison in Angriff nimmt.

16.3.2002 19:01