Freitag, 15. März 2002

Nordische Kombi: Ackermann ist Gesamtweltcupsieger

  • Deutscher zum Abschluss Dritter, Gottwald Fünfter

Ronny Ackermann hatte in der Weltcup-Saison der Nordischen Kombination den längeren Atem. Der 24-Jährige sicherte sich am Samstag beim Finale am Holmenkollen den Gesamtsieg, nach 19 Bewerben hatte er 124 Punkte Vorsprung auf den Pokalverteidiger Felix Gottwald, er ebenfalls sechs Saisonsiege gefeiert hatte.

Im Sprint in Oslo belegte Ackermann den dritten Platz und eroberte als zweiter Deutscher die Trophäe, Gottwald verbesserte sich im 7,5-km-Langlauf von der 22. an die fünfte Stelle. Den Tagessieg holte sich Hannu Manninen vor seinem finnischen Landsmann Samppa Lajunen.

Ackermann, der zweifache Olympia-Zweite, beendete den Winter mit seinem insgesamt 16. Podestplatz eindrucksvoll. "Das war ein sehr guter Abschluss, ich konnte meine Serie halten", sagte der Athlet vom WSV Oberhof. "Am meisten freue ich mich, dass die Saison vorbei ist, erfolgreich vorbei, und dass ich nun mehr als ein Bier trinken kann", scherzte er.

Gottwald hatte nach elf Podestplätzen im März nicht mehr an seine frühere Form anschließen können und büßte seinen Vorsprung von 141 Punkten noch ein. Im Springen lag der Zeller jeweils zu weit zurück, um seine Laufstärke in Top-Platzierungen umzumünzen. "Im Springen war ich schon im Sommer nicht so stabil wie ein Jahr zuvor, da weiß ich, woran ich arbeiten muss", erklärte Gottwald. "Ich bin jedenfalls schon jetzt heiß auf neue Taten."

Ackermann sei der Stärkste gewesen, meinte der HSZ-Angehörige Gottwald. "Aber ich kann mit sechs Siegen und drei Olympia-Medaillen auch sehr zufrieden sein." Nach einer einwöchigen Pause schnallen die ÖSV-Kombinierer nochmals die Langlauf-Ski an und absolvieren ein schon traditionelles vierwöchiges Grundlagentraining für den WM-Winter.

Das Team von Günther Chromecek erreichte in Oslo drei Top-Acht-Plätze. Mario Stecher hatte im Springen mit Bestweite und Rang zwei (hinter dem Finnen Tallus) Erinnerungen an seinen Holmenkollensieg vor acht Jahren geweckt, doch in der Loipe vermochte der Steirer den Rivalen nicht Paroli zu bieten und landete auf dem siebenten Endrang, unmittelbar vor Christoph Bieler.

15.3.2002 16:52