Freitag, 15. März 2002

Schwimm-ÖM ging mit zwölf VÖS-Rekorden zu Ende

  • Am Schlusstag in Leoben noch einmal sechs nationale Bestzeiten
  • Kein weiterer WM-Starter, damit sechs oder sieben nach Moskau

Die 42. Österreichischen Schwimm-Meisterschaften auf der Kurzbahn im Hallenbad Leoben haben am Sonntag sechs weitere österreichische Rekorde gebracht. Über 50 m Rücken lieferten Fabienne Nadarajah und Oliver Schmich neue VÖS-Bestzeiten, über 800 m Kraul schafften dies Petra Zahrl und Clemens Gridling.

Zudem blieben Judith Draxler über 100 m Kraul sowie die Schwechater 4x100-m-Lagenstaffel der Herren unter der bisherigen Marke. Für die Kurzbahn-WM vom 3. bis 7. April in Moskau kam kein weiterer Athlet dazu.

Zahrl und Gridling löschten binnen Minuten zwei Uralt-Rekorde aus. Die Wienerin verbesserte mit ihren 8:44,33 die mehr als sieben Jahre alte 800-m-Bestmarke von Sonja Hausladen um nicht weniger als 5,61 Sekunden, seit dem selben Tag (19.2.1995) bestanden die 8:06,50 von Roland Brunner. Gridling blieb über 1.500 m bei der Durchgangsmarke um 3/100 unter dieser Zeit. Sogar mehr als zehn Jahre alt war der 4x100-m-Lagen-Rekord der Herren, die neue Rekordzeit ist mit 3:48,10 um 13/100 besser als die alte.

Auch gerade mal um 4/100 verbesserte Draxler ihre seit 15 Monaten bestehende 100-m-Kraul-Zeit auf 55,44, deutlicher verankerte sich Oliver Schmich in den Rekordlisten. Mit 25,66 war er im Rücken-Sprint um 45/100 schneller als bei de Kurzbahn-EM 1998 in Sheffield, vom WM-Limit war er aber doch 51/100 entfernt.

Nadarajah drückte ihren erst am Samstag en passant aufgestellten Rekord um weitere 99/100 Sekunden, in 28,67 schwamm sie gleich 1,6 Sekunden schneller als bei der Kurzbahn-EM im Dezember in Antwerpen. Damit unterbot Nadarajah auch das WM-Limit, die 16-Jährige war aber schon mit ihrer 50-m-Delfin-Zeit qualifiziert gewesen. Insgesamt acht SchwimmerInnen haben das Limit für die Titelkämpfe in Russland erbracht. Vera Lischka sagte aber ab und auch hinter dem Antreten des verkühlt gewesenen Maxim Podoprigora steht ein großes Fragezeichen.

Die Bilanz der Meisterschaften kann sich jedenfalls sehen lassen. Insgesamt zwölf nationale Rekorde wurden geschwommen. Nadarajah zeichnete für ein Viertel davon verantwortlich, Schmich und Zahrl schlugen je zwei Mal zu. Zehn Mal wurde ein WM-Limit unterboten, neu ins Aufgebot neben Podoprigora, Jukic, Draxler und Markus Rogan kamen Zahrl, Nadarajah und Patrick Schmollinger.

Der 28-Jährige sorgte mit seinen 1:00,72 über 100 m Brust auch für die international wertvollste Leistung der Titelkämpfe, bei den Damen schaffte dies Mirna Jukic über 200 m Brust (2:26,05). Die 15-Jährige war mit fünf Meistertiteln die erfolgreichste Schwimmerin in Leoben, Zahrl und Schmich siegten je vier Mal.

15.3.2002 11:50