Donnerstag, 14. März 2002

Erfolgreiches Paralympics-Team in Hofburg empfangen

  • Klestil: "Österreich kann auf jeden Einzelnen stolz sein"
  • Am Flughafen von Vizekanzlerin Riess-Passer begrüßt

Österreichs erfolgreichen Behindertensportlern wurde am Montag bei der Rückkehr in die Heimat ein großer Empfang bereitet. Bei der Ankunft auf dem Flughafen Wien-Schwechat wurden sie am Vormittag von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer u.a. mit einer Torte willkommen geheißen, dann ging es gleich weiter zu einem Empfang von Bundespräsident Thomas Klestil in der Hofburg. Österreichs Team konnte in Salt Lake City 29 Medaillen (9 in Gold, je 10 in Silber und Bronze) erobern.

"Mit ihren Leistungen haben Sie bewiesen, dass die Skination Österreich auch im Behindertensport einen Spitzenplatz einnimmt. Österreich kann mit Recht stolz auf jeden Einzelnen von Ihnen sein, der bei diesen Spielen unser Land in so eindrucksvoller Weise vertreten hat", sagte das Staatsoberhaupt im Rahmen der gemütlichen Zeremonie im Spiegelsaal, die - wie schon zuvor am Flughafen - vom Fanklub des zweifachen Goldmedaillen-Gewinners Hubert Mandl mit Blasmusik begleitet wurde.

Spiele der Hoffnung
Klestil bezeichnete die Paralympics u.a. als Spiele der Hoffnung - "für all jene behinderten Menschen, die den persönlichen Sieg über ihr Handikap jeden Tag neu gewinnen müssen. Diese Kraft aufzubringen und damit auch den anderen ein Beispiel zu geben, ist etwas ganz Besonderes". Das Staatsoberhaupt dankte bei dieser Gelegenheit auch allen Betreuern, Angehörigen und Freunden, die an diesen Erfolgen ja auch erheblichen Anteil haben.

Drei Goldene für Danja Haslacher
Im Mittelpunkt dieser Feier stand u.a. Danja Haslacher (gr. Bild, re.), die nach ihren zwei Erfolgen von Nagano nun in SLC drei weitere Goldmedaillen im Alpinski gewonnen hat. "Ich war angenehm überrascht, es war total angenehm und locker", konstatierte die nach einem Verkehrsunfall seit 1988 am linken Bein behinderte Salzburgerin, die jede Minute ihrer Freizeit dem Sport widmet. "Sport ist mein Leben", lautet der Standpunkt der Thalgauerin, die als bautechnische Zeichnerin beruflich tätig ist.

Teilnahme in Turin noch offen
Ob sie 2006 in Turin nochmals auf Medaillenjagd geht, lässt sie allerdings offen. "Meine Leidenschaft sind zwar Skifahren und Rennen bestreiten, aber vier Jahre sind eine lange Zeit. Ich mache weiter, so lange es mir Spaß macht und ich gute Leistungen bringe", sagte Haslacher, die sich für die nächste Zeit die Absolvierung eines Lehrwartekurses zum Ziel gesetzt hat.

14.3.2002 11:58