Samstag, 16. März 2002

Schwerpunktkontrolle: Jeder dritte Bus beanstandet

  • Reiseveranstalter handeln teilweise unverantwortlich

Bei einer Schwerpunktkontrolle von Reisebussen in Tirol ist am Samstag beinahe jedes dritte Fahrzeug beanstandet worden. Die Verkehrsabteilung des Landes warf den Reiseveranstaltern vor, "teilweise unverantwortlich" zu handeln.

In Zusammenarbeit mit Polizeikräften aus den Niederlanden und dem deutschen Bundesland Hessen war die Kontrollstelle Kundl an der Inntalautobahn am Samstag von 5.00 bis 9.00 Uhr früh Schauplatz der schwerpunktmäßigen Kontrolle. Bei den 143 kontrollierten, hauptsächlich aus Belgien, Dänemark, Deutschland und Holland stammenden Fahrzeugen seien 42 beanstandet worden, es habe Anzeige erstattet werden müssen. Darunter hätten sich 31 überladene und neun überlange Busse befunden, wo die Fahrgäste teilweise in angeforderten Ersatzbussen die Weiterreise antreten mussten. In zwei Fällen seien die Ruhezeiten der Lenker nicht eingehalten worden. Zum Teil waren die Busse um bis zu zwei Tonnen überladen. Weitere Kontrollen wurden angekündigt.

In Tirol und auch in Deutschland wurde außerdem die Durchschnittsgeschwindigkeit von Reisebussen auf bestimmten Strecken durch das so genannte "Catch - Ken - System" ermittelt. Mittels eines Stempels auf der Rückseite des Fahrtenschreiberblattes seien dabei Doppelkontrollen ausgeschaltet worden. Neben Beamten der Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos nahmen auch Beamte der Posten Kufstein, Wörgl, Kramsach und Kirchbichl an den Kontrollen teil. Das Arbeitsinspektorat Innsbruck untersuchte mit drei Beamten Arbeits- und Lenkzeiten und überprüfte, ob eventuell illegal beschäftigte Buslenker unterwegs waren. Dazu standen noch zwei technische Sachverständige der Landes-Verkehrsabteilung im Einsatz.

16.3.2002 16:06