Samstag, 16. März 2002

CIA informierte Berlin über Terrorgefahr

  • El-Kaida-Mitglieder sprachen über "gute Neuigkeiten"

Der US-Geheimdienst CIA hat nach einem Bericht des Magazins "Focus" das deutsche Kanzleramt vor Anschlägen islamischer Extremisten warnt. Zwei Mitglieder aus der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden sollen demnach über "gute Neuigkeiten" über Bombenexplosionen in Deutschland und Großbritannien gesprochen haben.

Die El-Kaida-Mitglieder sollen sich zu einem Geheimtreffen im nordpakistanischen Peshawar zusammen gefunden haben.

Das Bundespresseamt lehnt am Samstag eine Stellungnahme zu dem Vorabbericht des Magazins ab, verwies aber darauf, dass es zwischen deutschen und US-Sicherheitsbehörden in Fragen der Bekämpfung des Terrors einen engen Informationsaustausch gebe. Einer der beiden aus Katar nach Pakistan angereisten Männer sei laut CIA verantwortlich für "unspezifizierte Selbstmordanschläge im Ausland", meldete Focus unter Berufung auf eine Eilmeldung des Bundeskriminalamtes vom 08. März an alle deutschen Sicherheitsbehörden. Der BKA-Staatsschutz stufe den CIA-Hinweis allerdings als vage ein, da weitere Informationen über Zeitpunkt, Ziel und Methoden eines Anschlags fehlten.

16.3.2002 13:45