Granatanschlag auf US-Botschaft in Jemen
- Keine Verletzten - Student festgenommen
Ein jemenitischer Student hat am Freitagabend einen Granatanschlag auf die amerikanische Botschaft in der Hauptstadt Sanaa verübt. Von dem Geschoss wurde aber lediglich ein Baum getroffen, verletzt wurde niemand, wie die Polizei vor Ort berichtete. Der 25-jährige Samir Jahdja Awadh wurde den Angaben zufolge umgehend festgenommen, so dass er die zweite Granate in seiner Jackentasche nicht mehr einsetzten konnte.
Sicherheitsbeamte feuerten auf den Mann, der vermutlich verletzt wurde. Aus Regierungskreisen in Washington verlautete, es seien zwei Granaten auf das Botschaftsgebäude geworfen worden, doch sei niemand zu Schaden gekommen. Polizisten und Soldaten sperrten die Straßen um das Botschaftsgebäude ab und durchsuchten Fahrzeuge in der Umgebung. Augenzeugen berichteten, sie hätten ein Auto beobachtet, das mit hoher Geschwindigkeit vom Ort der Detonation weggefahren sei.
Am Donnerstag hatte sich US-Vizepräsident Dick Cheney etwa zwei Stunden lang am Flughafen von Sanaa aufgehalten, um mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh über die Bekämpfung des weltweiten Terrorismus zu beraten. Die USA sorgen sich sehr um die Sicherheit ihrer Einrichtungen in Jemen. Im Oktober 2000 hatte ein mit Sprengstoff beladenes Boot im Hafen von Aden absichtlich den US-Zerstörer "Cole" gerammt. Der Anschlag, bei dem 17 amerikanische Seeleute ums Leben kamen, geht nach Einschätzung der USA auf das Konto des El-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden.
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