Österreicher entspannen bei Musik und TV
- 54 Prozent entspannen beim Nichtstun
- Stimmen Sie mit! Sind wir Österreicher ein Faulenzer-Volk?
Entspannung auf Österreichisch, das heißt: Faul auf der Couch liegen und Musik hören oder fernsehen. Und ein erheblicher Teil der Bewohner der Alpenrepublik denkt zumindest jeden Tag einmal ans Nichtstun. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.
"Market" befragte in der Zeit von 13. bis 27. Februar dieses Jahres einen repräsentativen Querschnitt von 500 Österreicherinnen und Österreichern über 15 Jahre. Sie sollten sagen, wo und wie sie "Ruhe und Entspannung finden". Es wurden 23 Antwortmöglichkeiten vorgegeben, Mehrfachnennungen waren erlaubt.
56% hören Musik, 55% liegen auf der Couch
56 Prozent - das waren die meisten Nennungen - entfielen auf das "Musik hören", knapp gefolgt vom "Liegen auf der Couch" und dem "Faulenzen und Nichtstun" mit 55 beziehungsweise 54 Prozent. Ebenfalls 53 Prozent sagten, sie entspannen sich am Besten beim Fernsehen.
Ruhe und Erholung: 45% suchen sie auf der Alm
Rund 45 Prozent finden Ruhe und Erholung "auf einer Alm", weiters "beim Wandern" und "beim Lesen". Knapp 40 Prozent brauchen zur Entspannung eine "einsame Insel", rund 30 Prozent erholen sich, in dem sie "vor sich hin sinnieren" oder "im Kaffeehaus".
Im unteren Bereich der rot-weiß-roten "Entspannungsmöglichkeiten" finden sich - mit jeweils drei Prozent - die Arbeit und das Fliegen. Etwa jeder zehnte Bewohner zwischen dem Neusiedlersee und dem Bodensee erholt sich bei folgenden "Aktivitäten": Autofahren, im Kloster, beim Fischen und im Museum sowie beim Zugfahren.
Sport: Radfahren und Laufen sind Top
Sportliche Betätigungen wie das Laufen (16 Prozent) oder das Radfahren (26 Prozent) sind im Mittelfeld der Erholungs-Skala angesiedelt, "Shoppen" liegt etwa gleichauf mit dem Laufen und die "Gartenarbeit" wurde so oft genannt wie das Radeln.
Im beruflichen Alltag und hier vor allem in Stresssituationen denken Herr und Frau Österreicher immer wieder kurz daran, wie es wäre, nichts zu tun. Diese Träume vom dolce far niente schleichen sich bei 19 Prozent der Befragten "mehrmals täglich" ein, bei weiteren 22 Prozent zumindest jeden Tag einmal. 44 Prozent gaben zu, "hin und wieder" ans Faulenzen zu denken. Nur jeder zehnte arbeitende Österreicher ist gänzlich frei von solchen Anfechtungen. Der Rest machte keine Angaben dazu.
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