Laborant in Texas an Milzbrand erkrankt
- Labor-Mitarbeiter untersuchte Anthrax-verseuchte Briefe
- Unklar, wie Laborant sich anstecken konnte
Ein Mitarbeiter eines Labors in Texas ist Anfang März an Hautmilzbrand erkrankt. Der Laborant hatte sich offenbar bei der Untersuchung von Anthrax-Erregern aus einem im Herbst versandten Briefe angesteckt. Der Fall ist die erste neue Milzbrand-Erkrankung seit vergangenem November, teilte das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) mit.
Die Identität des Erkrankten und der genaue Ort des Labors wurden nicht bekannt gegeben.
Die Erkrankung sei offenbar durch einen der untersuchten Briefe verursacht worden und nicht durch einen neuen Anthrax-Brief, betonte ein Sprecher des CDC, Tom Skinner. Der Mann werde mit Antibiotika behandelt und befinde sich bereits auf dem Weg der Besserung. Er hatte am 4. März eine Wunde am Hals entdeckt, bei einer Untersuchung war bei ihm Hautmilzbrand diagnostiziert worden.
Unklar, wie Mitarbeiter sich anstecken konnte
Bisher seien keine weiteren Fälle von Erkrankungen im Labor bekannt, sagte Skinner. Wie sich der Mann mit den Erregern infizierte ist nach Angaben des CDC noch völlig unklar. Im Allgemeinen würden alle Labormitarbeiter gegen Milzbrand geimpft. Ob der Erkrankte auch geimpft worden war stehe noch nicht fest.
Im vergangenen Jahr waren in den USA fünf Menschen am gefährlichen Lungenmilzbrand gestorben. Dutzende an Hautmilzbrand Erkrankte konnten erfolgreich behandelt werden. Ein oder mehrere Unbekannte hatten Briefe mit Milzbrand-Erregern verschickt.
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