Pearl-Entführer droht Todesstrafe
- USA: Scheich Ahmad Omar wurde wegen Mordes angeklagt
- Pakistan soll nun den Angeklagten ausliefern

Gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Entführung und Ermordung des US-Journalisten Daniel Pearl ist in den Vereinigten Staaten Anklage erhoben worden. Wie Justizminister John Ashcroft am Donnerstag in Washington mitteilte, wurde der islamische Extremistenführer Scheich Ahmed Omar von einer Jury im US-Staat New Jersey wegen Mordes an Pearl angeklagt. Ihm droht die Todesstrafe.
Der 29-Jährige wurde ferner wegen der Entführung eines US-Touristen 1994 in Indien angeklagt. Mit der Anklage wollen die USA den Druck auf Pakistan verstärken, Scheich Omar auszuliefern.
Der in Großbritannien geborene Scheich Omar ist derzeit in Pakistan in Untersuchungshaft. Nach dortigen Polizeiangaben hat er gestanden, hinter der Verschleppung und Ermordung Pearls (Bild) zu stecken. Der Korrespondent des "Wall Street Journal" war am 23. Jänner in Pakistan auf dem Weg zu einem Interview mit einem Moslemführer verschleppt worden. Ein den US-Behörden Ende Februar zugespieltes Videoband zeigte seine grausame Ermordung.
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