Tunnelkommission: "Wir sind die Nummer Eins"
- Tunnelkommission verlangt Gesetz zur Section Control

·Tunnel-Gefahr
Studie: Viele rasen in der Röhre!
Eine erfreuliche Bilanz hat die Tunnelkommission bei ihrem sechsten Zusammentreffen gezogen: Die Maßnahmen zur Hebung der Sicherheit in den Röhren zeige bereits deutliche Wirkung, erklärte der Vorsitzende Hermann Knoflacher. ÖAMTC-Experte Willy Matzke präzisierte: "Wir sind die Nummer Eins in Europa."
Allerdings hagelte es auch Kritik: Bereits zum zweiten Mal forderte die Kommission die Schaffung der gesetzlichen Grundlagen für die Section Control.
Zentraler Kritikpunkt der Kommission war das Fehlen der gesetzlichen Grundlagen für die Einführung der Section Control, die zur Geschwindigkeitsmessung in Tunnelanlagen zwischen Ein- und Ausfahrt eingesetzt werden kann. Laut Knoflacher liege das Problem derzeit darin, dass es bei Strafen in den mehrere Kilometer langen Röhren keine exakte Ortsbestimmung gebe. Angekündigt war die Änderung schon für November. Knoflacher: "Es gibt keine Entschuldigung, wenn das Gesetz noch nicht durch ist."
Der Untersuchungsbericht über die umgebauten Tunnelanlagen brachte eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen, hieß es. So sei die Fahrtgeschwindigkeit in Röhren, die einen hellen Wandanstrich haben, deutlich gesunken, weil die Bedrohung fehle. Grundsätzlich steige im Verlauf der Fahrt durch Tunnels aber die Geschwindigkeit, und die Abstände nehmen ab.
Umbau-Projekte bis Sommer
Bis zum Sommer sollen die Modernisierungsarbeiten im Pfändertunnel auf der Rheintalautobahn (A14) abgeschlossen sein. Der Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn (A9) wird in der Zeit von 2. April bis 7. Mai umgebaut. Bis zum Jahresende werden noch die Arbeiten im Roppener Tunnel auf der Inntalautobahn (A12) und im Felbertauerntunnel (B108) andauern.
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