NEWS-Gallup-Umfrage: Ferrero-Sympathie-Kurve sinkt
- Popularität nach Pech & Pannen-Serie im Sinkflug
- Außenministerin bleibt aber Hofburg-Favoritin
Außenministerin Benita Ferrero-Waldner kommt nach Dauerturbulenzen immer stärker unter Druck. Nach einer jüngsten NEWS-Gallup-Umfrage hat die ÖVP-Ministerin aber bei den Österreichern nach wie vor die besten Chancen auf die Nachfolge von Bundespräsident Thomas Klestil, der nach zwei Amtszeiten im Juni 2004 abtreten muss.
Ferrero-Waldner halten 40 Prozent der Bevölkerung "für geeignet", dicht gefolgt von Nationalratspräsident Heinz Fischer (SP) mit 33 Prozent und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll mit 26 Prozent Zustimmung aller Österreicher, die sich zu 25 Prozent auch Steiermarks Landeshauptfrau Waltraud Klasnic als Klestil-Nachfolgerin in der Hofburg vorstellen können. Mit im Rennen: Grünen-Chef Alexander van der Bellen (20 Prozent), Alt-Kanzler Franz Vranitzky (18 Prozent) und Wiens Bürgermeister Michael Häupl (14 Prozent) - chancenlos bei den Österreichern hingegen Jörg Haider mit nur matten 8 Prozent für allfällige Hofburg-Ambitionen.
Innerhalb der ÖVP zeichnet sich, was die Bundespräsidentschafts-Kandidatur 2004 anbelangt, ein hartes Kandidatenrennen ab. Zwar führt parteiintern ebenfalls Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (mit 22 Prozent Nennungen), aber Erwin Pröll kommt ihr bei den ÖVP-Sympathisanten mit bereits 20 Prozent äußerst nahe. Mit ihm ÖVP-internen Kampf: Steiermarks Landesmutter Waltraud Klasnic, die 17 Prozent für die Hofburg-Nachfolge favorisieren, während die - gemäß Gerüchten - von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel favorisierte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer lediglich von sechs Prozent der ÖVP-Sympathiesanten als hofburgreif angesehen wird.
Schwere Zeiten kommen grundsätzlich auf den bisherigen Polit-Star der ÖVP, Außenministerin Ferrero-Waldner zu: Sie, die nach der Wende im Februar 2000 durch ihren Kampf gegen die Sanktionen der EU-14 zur beliebtesten Politikerin Österreichs aufstieg, muss seit Sommer des Vorjahres eine klar sinkende Tendenz in den Sympathiewerten hinnehmen - von satten 56 Prozent ist sie auf derzeit 50 Prozent gefallen.
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