Mittwoch, 13. März 2002

Tirols AK-Präsident rechnet mit seiner Partei ab

  • "Die ÖVP ist einäugig geworden"

Der Tiroler AK-Präsident Fritz Dinkhauser geht mit seiner Partei hart ins Gericht. Nach seiner Drohung, bei den nächsten Landtagswahlen in Tirol mit eigener Liste kandidieren zu wollen, rechnet Dinkhauser im NEWS-Interview mit der ÖVP ab: "Die ÖVP ist einäugig geworden und lässt sich zu sehr von der Wirtschaftslobby beeinflussen."

"Alles wird dem Nulldefizit untergeordnet und gleichzeitig verliert die Sozialpolitik ihre Sicherheit." Er werde deshalb auch das Sozialstaats-Volksbegehren unterschreiben, so Dinkhauser im Interview weiter. Begründung: "Das sind doch alles Rohrkrepierer. Die Regierung hat ihr soziales Pulver verschossen." Manche in der ÖVP bräuchten eine "Einschulung in christlich-sozialer Politik".

Dickes Lob hingegen findet der Tiroler allein für die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic: "Klasnic wäre das richtige Sprachrohr für das soziale Gewissen der Volkspartei. Mit 'speed kills' ist nämlich keine Politik zu gewinnen."

Das ganze Interview lesen Sie im aktuellen NEWS.

13.3.2002 12:56