Mugabe gewinnt umstrittene Präsidentenwahl
- Soldaten umstellen Büro der Oppositionspartei

Sieger der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Simbabwe ist der bisherige Amtsinhaber Robert Mugabe. Wie die Wahlkommission am Mittwoch bekannt gab, errang der seit 22 Jahren regierende Präsident 1.685.212 Stimmen. Auf Mugabes Herausforderer, Oppsitionsführer Morgan Tsvangirai, entfielen 1.258.758 Stimmen.
Kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses umstellten etwa hundert schwer bewaffnete Soldaten in Bulawayo, der zweitgrößten Stadt des Landes, das Büro von der Tsvangirais Partei Bewegung für den Demokratischen Wandel (MDC). Angesichts erwarteter Proteste der Opposition wurden die Sicherheitskräfte landesweit in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
Die US-Regierung bezeichnete die Präsidentschaftswahl in Simbabwe als nicht fair. Der dreitägige Wahlgang sei "ernsthaft beeinträchtigt" worden, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington. Die simbabwische Regierung habe die Anzahl der Wahlbüros reduziert und vielen Wählern damit die Möglichkeit einer rechtzeitigen Stimmabgabe genommen. Der Wahl seien zudem monatelange Einschüchterungsversuche der Opposition durch Anhänger der Regierungspartei vorausgegangen. Menschenrechtsgruppen und Wahlbeobachter sind der Ansicht, dass bei einem freien und unbehinderten Urnengang MDC-Chef Tsvangirai Sieger geworden wäre.
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