Dienstag, 12. März 2002

Wiener VP-Chef Görg steht vor Rückzug

  • Staatssekretäre Finz oder Morak als Nachfolger?

Die Ablöse Bernhard Görgs als Wiener ÖVP-Landesparteiobmann wird noch vor dem Sommer über die Bühne gehen. Sein Nachfolger steht noch nicht fest.

Er gabe Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zu einer "große Lösung", also einen Bundespolitiker, geraten, so Görg. Wunschkandidat Innenminister Ernst Strasser hat jedoch bereits abgewunken. Im Gespräch sind nun die Staatssekretäre Alfred Finz (Finanzen) und Franz Morak (Kultur), sowie ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat.

Unter Görgs Führung hatte die Wiener VP bei den Gemeinderatswahlen vor einem Jahr nur 16,4 Prozent der Stimmen erreicht. Görg wird laut eigenen Angaben am kommenden Dienstag in einer Sitzung des Landesparteivorstandes "präzise sagen", wie er sich die personelle Zukunft der Partei vorstellt.

Keine Auskünfte von Finz und Rauch-Kallat
Verschlossen zeigten sich alle für die Görg-Nachfolge genannten Kandidaten. Weder von Staatssekretär Alfred Finz noch von Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat gab es klare Stellungnahmen. Im Staatssekretariat hieß es lediglich: "Kein Kommentar". Und auch Rauch-Kallat gab sich wortkarg. Auf die Frage, ob sie als Kandidatin für den Posten der Wiener VP-Obfrau in Frage käme, meinte sie: "Derartige Diskussionen führe ich prinzipiell in den dafür zuständigen Gremien und nicht über die Medien."

Aus dem Büro von Staatssekretär Franz Morak hieß es, die Kandidatenfrage stehe nicht zur Debatte. Morak sei mit dem jetzigen Job ausgelastet, abgesehen davon habe niemand mit dem Staatssekretär bisher gesprochen. Im Büro von Innenminister Ernst Strasser (V) wurde die Causa mit äußerst knappen Worten kommentiert. Die Nennung des Ressortchefs als Kandidat sei "ehrenhaft", aber "kein Thema", sagte Strasser-Sprecher Gerhard Karner.

12.3.2002 17:22