Weltbevölkerung wächst langsamer
- Bis Ende des 21. Jahrhunderts "nur" 9 Mrd. Menschen

Das Wachstum der Weltbevölkerung hat sich deutlich verlangsamt. Laut einer Studie der UNO könnten die Prognosen für zehn Milliarden Erdenbürger am Ende des 21. Jahrhunderts womöglich auf acht bis neun Milliarden zurückgeschraubt werden. Ein realer Rückgang sei allerdings erst im nächsten Jahrhundert zu erwarten.
Wie Joseph Chamie vom Weltbevölkerungsfonds mitteilte, treffen auch in den Entwicklungsländern immer mehr Frauen die Entscheidung, weniger Kinder zu haben - eine Folge des erleichterten Zugangs zu Verhütungsmitteln und besserer Bildungschancen. Die UN platzieren 74 Länder bezüglich ihrer Fruchtbarkeitsquote in einer so genannten Mittelgruppe. Dort bringen Frauen zurzeit durchschnittlich 2,1 bis fünf Kinder zur Welt, doch im Jahre 2050 dürften es nur noch 1,85 sein.
Jede Geburtenrate unter zwei Kindern pro Frau hat einen realen Einwohnerverlust zur Folge. Und da die so genannte Mittelgruppe 43 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, hätte eine solche Entwicklung weit gehende Auswirkungen, wie Chamie betonte. Allein in Indien, das ebenso zu dieser Gruppe gezählt wird wie Brasilien, Ägypten, Indonesien, Bangladesch, Iran, Mexiko oder die Philippinen, würde dies einen Bevölkerungsrückgang um 85 Millionen Menschen ausmachen.
Weltweit ist die Geburtenrate den Angaben zufolge immerhin von fünf im Jahre 1965 auf heute 2,7 gesunken. In Europa bringt jede Frau im Durchschnitt nur noch 1,34 Kinder zur Welt, in Japan 1,33, in China 1,8.
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