Vater erschoss seinen 13 Monate alten Sohn
- Täter verletzte sich selbst und Ehefrau schwer

Familiendrama in Dortmund: Ein von seiner Familie getrennt lebender Mann hat seinen 13 Monate alten Sohn mit zwei Schüssen aus einer Pistole erschossen, und sich selbst sowie seine Frau lebensgefährlich verletzt.
Polizeiangaben zufolge ereignete sich die Tat gegen 20.00 Uhr am Sonntagabend in der Wohnung der 31-jährigen Frau. Vermutlich noch vor den tödlichen Schüssen auf den Buben habe der 33-Jährige seiner Frau in den Kopf geschossen. Schließlich habe er die Waffe gegen sich selbst gerichtet.
Zum Motiv der Bluttat konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Vielleicht sei das von der 31-Jährigen angestrengte Scheidungsverfahren Auslöser für das Familiendrama gewesen, erklärte Polizeisprecher Ralf Schinnerling. Das Paar kannte sich nach seinen Worten bereits zehn Jahre, bevor sie im Oktober 2000 heirateten. Im Jänner vergangenen Jahres sei der Sohn geboren worden. Laut Polizei können sich Bekannte des Paares die Bluttat nicht erklären. Der Mann habe stets als ruhig und freundlich gegolten, hieß es aus dem Umfeld der Familie.
Nach den bisherigen Ermittlungen war die junge Frau gut vier Stunden nach der Bluttat aus ihrer Ohnmacht erwacht und konnte ihre Eltern anrufen. Die benachrichtigten nach ihrem Eintreffen gegen 00.45 Uhr die Polizei. "Der Mann hat wohl nicht gemerkt, dass die Frau noch lebte. Das war wohl ihr Glück gewesen", erklärte Schinnerling. Nach seinen Angaben wurden neben der tschechischen Pistole die vier Patronenhülsen gefunden und für weitere Ermittlungen sicher gestellt.
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